Friedrich Ani ist einer der besten Krimi-Scheiber und Drehbuch-Autoren in Deutschland und von ihm gibt es ein neues Buch: All die unbewohnten Zimmer. Wer diese Zimmer (nicht) bewohnt und was besonders an diesem Buch ist, verrät euch SWR3-Redakteur Klaus Sturm.

SWR3-Buchtipp Cover All die unbewohnten Zimmer von Friedrich Ani; Foto: Suhrkamp Verlag
Suhrkamp Verlag

Zwei Todesfälle, zwei Verbrechen in München: Eine Frau wird auf einem belebten Platz erschossen, ein Polizist wird in einer stillen Nebenstraße erschlagen. Es geht um die Aufklärung dieser beiden Todesfälle, aber es geht um sehr viel mehr.

Die spannenden Geschichten dahinter

Es geht um die Ermittler – der Kommissar, ein ehemaliger Mönch; seine Kollegin, eine blitzgescheite, überaus kompetente Kriminalistin, aber gedemütigt und mit Rachegedanken unterwegs; ein Privatdetektiv, ehemaliger Polizist, der sich auf die Suche nach Vermissten spezialisiert hat, aber selbst irgendwie verloren gegangen ist. Und es geht um die Menschen, die in den Fokus der beiden Ermittlungen geraten – die alle irgendwie verloren sind oder auf der Flucht, die vermisst werden oder sich verstecken, die alle mit ihren Ängsten und Hoffnungen in München unterwegs sind, die überall unbewohnte Zimmer zurücklassen.

Mehr als nur ein Krimi

Dieses Buch von Friedrich Ani ist ein Krimi – und es ist sehr viel mehr. Es ist spannend, schließlich will ich ja wissen, wer die Täter sind – aber es ist auch immer wieder melancholisch. Friedrich Ani erzählt mit einer eigentümlichen Ruhe, die sich andere Autoren gar nicht zutrauen würden. Und genau das und sein Blick auf die Ermittler, auf die Zeugen und auf die Täter machen dieses Buch so besonders lesenswert.

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Autor
Klaus Sturm