Buchcover: Heldensommer; Foto: SWR3.de

Philipp ist noch keine 16, hatte noch keinen Sex, und er hat auch keine Ahnung, wo seine Grenzen sind. Oder kurz: Er pubertiert. Und: Er hasst seinen Französischlehrer. Weil der ihm eine Sechs gegeben und auf die Ehrenrunde geschickt hat. Philipp geht zu seinem Kumpel Borawski, ebenfalls eine totale Französischnull, um das alles pubertär zu verarbeiten. Sie trinken, kiffen und schmieden einen Plan: mit dem geklauten Soldatenkopf eines Weltkriegsdenkmals trampen sie nach Frankreich. Dort wollen sie den Kopf auf das Denkmal eines französischen Widerstandskämpfers setzen. Und damit das Lieblingsdenkmal ihres Französischlehrers entehren. Natürlich ist das kriminell. Aber ihr wisst ja: die Pubertät und so.

Außerdem benehmen sich Philipp und Borawski zum Totlachen ungeschickt auf ihrer Reise durch Frankreich. Null Orientierung, null Französischkenntnisse und nur etwas mehr als null Geld. Aber mit jedem Kilometer Landstraße wächst ihr Willen, den Plan durchzuziehen. Egal wie. Und ebenfalls mit jedem Kilometer scheint sich ihr Blick auf die Welt zu verändern. Diese beiden pickeligen Tramper mit betonschwerem Soldatenkopf im Rucksack haben doch tatsächlich echte Werte. Und auch für die kämpfen sie. Wie war das eigentlich in unserer Pubertät? Was war unser Heldensommer? Hatten wir überhaupt einen? Schnell lesen. Bevor es verfilmt wird.