Sind wir allein im Weltall? Diese Frage ist so alt wie die Menschheit selbst. Der Astronauten-Thriller „Paradox“ hat nicht nur darauf Antworten.

Paradox; Foto: CreateSpace Independent Publishing Platform

Paradox

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Der Roman fängt ein bisschen so an, wie der berühmte Schätzing-Thriller „Der Schwarm“. Nur, dass keine Fischerboote auf dem Ozean verschwinden, sondern drei Raumsonden in exakt der gleichen Entfernung zur Erde. „Kann kein Zufall sein“, sagt ein junger Wissenschaftler und hat eine Vermutung: Irgendwas oder irgendwer muss dafür verantwortlich sein. Und damit beginnt eine Expedition zu den Grenzen unseres Sonnensystems.

Eine lange Reise

„So weit kommen wir gar nicht“ – sagt ihr jetzt vielleicht. Stimmt auch! Mit unserer heutigen Technik nicht. Im Buch wird es möglich durch ein tolles neues Raumschiff, mit Antimaterie-Antrieb. Und Vollausstattung. Das ist nämlich eine richtig lange Reise. Mit einer bunt durch gewürfelten Truppe, darunter ein knottriger Weltraumveteran, eine toughe Stellvertreterin und eben dieser junge Wissenschaftler.

Wahnsinn!

Auf wen oder was die Crew trifft, kann ich hier natürlich nicht verraten, dafür aber ein paar kluge Gedanken aus dem Buch: Das Universum gibt es seit 14 Milliarden Jahren. Unsere Erde seit etwa 5 Milliarden Jahren. Die Menschheit hat nur 100.000 Jahre gebraucht von Steinwerkzeugen in Höhlen bis zu Smartphones, Ozeanriesen, Heizlüftern und Missionen ins Weltall. Wahnsinn!

Ein paar Millionen Jahre voraus

In so Außerirdischen-Filmen wird immer davon ausgegangen, dass die Aliens vielleicht ein paar Jährchen weiter sind, in ihrer Entwicklung. Wir bekämpfen uns einigermaßen auf Augenhöhe mit irgendwelchen Waffen und gewinnen am Ende. Was aber ist, wenn uns diese Außerirdischen nicht tausend, sondern (was viel wahrscheinlicher ist) ein paar Millionen Jahre voraus sind? Zwei Ideen: Eventuell gibt's sowas nicht, weil die Evolution eine Weiterentwicklung nicht zulässt. Je intelligenter die Spezies, desto besser die Technik, desto früher löscht sie sich selbst aus. Den „Großen Filter“ nennt die Wissenschaft das. Eine andere Theorie wird die Zoo-Hypothese genannt. Die Außerirdischen sind längst hier, beobachten uns heimlich, wollen aber nicht, dass wir das Gehege Erde verlassen. Solche Theorien sind mittendrin in der Handlung immer wieder zu lesen. Spannend. Der Autor ist Raumfahrttechniker – kann also sehr realistisch schreiben und verliert sich auch nur ganz selten in Technikfachzeugs. Für mich ist „Paradox“ der beste Astronauten-Thriller seit Langem!