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In Frankfurt drehte sich im Oktober wieder alles um das Thema Buch. Promis waren unterwegs, neue Buch-Apps wurden vorgestellt und natürlich gab es viele Tipps für neuen Lese-Stoff.

Guido ist der Hardcover-Typ

Was liest Miroslav?

Songs nach Büchern

Stefanie Tücking widmet sich eine Stunde lang Songs, die nach Buchvorlagen entstanden sind. Wir haben für euch die Titel aufgelistet:

SEXCRIME (1984) – Eurythmics / George Orwell
WE OF ME – Suzanne Vega / Carson McCullers
SIGH NO MORE – Mumford & Sons / Shakespeare
SUCH A SHAME – Talk Talk / Luke Rhineheart
MOTORCYCLE EMPTINESS – Manic Street / Susan E. Hinton
LOVE STORY – Taylor Swift / Shakespeare
WUTHERING HEIGHTS – Kate Bush / Emily Brontë
SAINT VERONIKA – Billy Talent / P. Coelho
THE GHOST OF TOM JOAD – Springsteen / John Steinbeck (Früchte des Zorns)
LOST BOY – Ruth B / J.M. Barrie
ARE FRIENDS ELECTRIC – Gary Numan / Philip K. Dick
I'M JUST A KID – Simple Plan / J.D. Salinger
OFF THE RACES – Lana Del Rey / Nabokov
MOON OVER BOURBON STREET – Sting / Anne Rice
FOR WHOM THE BELL TOLLS – Metallica / E. Hemingway

Hier geht es zur Playlist vom Freitag, 21. Oktober, 20 bis 21 Uhr.

Buch-App „Papego“

800 Seiten Buch können ganz schön schwer sein. In der U-Bahn oder im Bus zur Arbeit ist so ein Wälzer recht unhandlich. SWR3 Redakteur Klaus Sturm hat für dieses Dilemma eine Lösung gefunden. Die kleine App mit Namen „Papego“ ist sozusagen der „missing link“ zwischen Papierbuch und E-Book.

E-Books! Die waren seit Jahren DAS Thema auf der Frankfurter Buchmesse. Wie werden die unser Lesen und Leben verändern, wird die Welt noch die gleiche sein, wenn alle Papierbücher in ein, zwei Jahren verschwunden sind? Also: viel Aufregung, dann die Ernüchterung – denn der Markt für E-Books stagniert. Viele Menschen finden so ein richtig schönes Buch eben auch irgendwie sinnlich. Trotzdem kann es ganz schön schwer sein, und auf in der U-Bahn oder im Bus zur Arbeit will ich das vielleicht nicht mitschleppen. Zum Glück gibt es jetzt die App „PapeGo“.

Was macht denn diese App?

Diese App macht es möglich, dass wir ein Buch, das wir als schweren Wälzer zuhause gemütlich angefangen haben, als digitale Datei auf dem Smartphone oder auf einem Tablet weiterlesen können. Wir müssen uns dann nicht mehr entscheiden, in welcher Form will ich das Buch kaufen und lesen – wenn wir diese App benutzen, ist da ein nahtloser Übergang möglich. Das ganze Buch habe ich zuhause – und die nächsten 100 oder 200 Seiten kann ich digital unterwegs lesen.

Und wie funktioniert das?

Die Verlage können ihre Bücher für die App vorbereiten. Das gesamte Buch muss also irgendwo gespeichert sein. Das ist die Voraussetzung. Dann kann ich ein Buch zum Beispiel bis Seite 331 lesen. Von Seite 332 mache ich mit der App auf meinem Smartphone einen Scan, dann weiß die App welches Buch das ist, und welchen Teil ich weiterlesen möchte, und speichert die nächsten paar hundert Seiten auf dem mobilen Endgerät. Das entspricht immer so einem Viertel des Buches.

Hört sich etwas umständlich an, habe aber sogar ich als Total-Technik-Laie sofort kapiert. Es gibt allerdings eine sehr wesentliche Einschränkung: Bisher machen da nur zwei Verlage mit und es gibt sehr wenige Bücher. Zu erkennen sind die an einem gelben Aufkleber mit dem Logo der App. Mit den allermeisten Büchern geht das noch nicht – aber das könnte ja noch irgendwann kommen.

Buchtipps vom SWR3 Lesetag

Autor
SWR3