Stand:

Immer wenn ein neuer Star-Wars-Film in die Kinos kommt und wieder mal alle Rekorde bricht, fragen wir uns: Ja toll, und wenn ich jetzt alle alten Filme noch mal vorher anschauen will, WAS IST DIE RICHTIGE REIHENFOLGE? Hier sind unsere Tipps!

Luke Skywalker und Prinzessin Leia; Foto: dpa/picture-alliance
dpa/picture-alliance

Es gibt viele, viele, verschiedene Möglichkeiten, die bisherigen Filme der Star-Wars-Saga anzusehen. Nicht alle davon sind besonders praktisch, sinnvoll oder gut für Anfänger geeignet. Es soll ja noch noch Leute geben, die noch nie auch nur einen einzigen Star-Wars-Film gesehen haben und auch die größten Spoiler der Geschichte noch nicht kennen. Kinder zum Beispiel oder Menschen ohne Fernseher, Internet, Radio und Kontakt zur Außenwelt...

Denen wollen wir natürlich den Spaß nicht nehmen. Und auch wenn man schon den ein oder anderen Film gesehen hat, stellt sich die Frage: Wie aufholen und vorbereiten auf den neuesten Teil des Weltraum-Epos? Zwei Reihenfolgen bieten sich sofort an, haben aber extreme Vor- und Nachteile.

1. In der Reihenfolge der Veröffentlichung

Zuerst wurden die Episoden IV, V und VI veröffentlicht, angefangen mit „Krieg der Sterne“ im Jahr 1977. Hier geht es um den Kampf von Luke Skywalker, Prinzessin Leia und Han Solo gegen ein dunkles Imperium. Schaut man in der Reihenfolge der Veröffentlichung, dann kommen sie zuerst und die neueren Prequels – Episode I, II, III und VII – sowie das Spin-off (Rogue One: A Star Wars Story) folgen.

Vorteil: Die großen Schocker der Trilogie bleiben überraschend.

Nachteile: Die überarbeitete (und damit offizielle) Version enthält am Ende eine Szene, die nicht nur den Ausgang der ersten drei Episoden verrät, sondern für den Zuschauer auch verwirrend ist. Außerdem erfährt man wenig über die Hintergründe.

Anakin Skywalker und Padme Amidala; Foto: dpa/picture-alliance
dpa/picture-alliance

2. In der Reihenfolge der Episoden

Die Episoden I, II und III kamen zwischen 1999 und 2005 in die Kinos und handeln im großen und ganzen von Anakin Skywalker und dessen Kampf gegen das Böse. Außerdem erklären sie, wie die Welt der zweiten (aber zuerst veröffentlichten) Trilogie zustande kommt. In der Reihenfolge der Episoden kommen sie zuerst, dann folgt – wenn man mag – das Spin-off Rogue One: A Star Wars Story, dann folgt die ältere Triologie und dann die Aktuelle, die 2015 mit Episode VII – Das Erwachen der Macht gestartet ist.

Vorteile: Die Ereignisse passieren chronologisch, es ist offensichtlich auch die Reihenfolge, die Erfinder George Lucas sich ausgedacht hat.

Nachteile: Viele Fans halten die Prequels für den schwächsten Teil der Saga, besonders Episode I, „Die dunkle Bedrohung“ ist unbeliebt. Für Star-Wars-Anfänger könnte es also langweilig werden. Schlimmer ist aber, dass die meisten großen Überraschungen vorweggenommen werden.

Darth Vader; Foto: dpa/picture-alliance
dpa/picture-alliance

3. Die Machete-Reihenfolge

Die Machete-Reihenfolge hat Tech-Blogger Rod Hilton entwickelt. Von den vielen Fan-Vorschlägen ist sie auf jeden Fall eine der einfachsten. Hilton schlägt vor zuerst Episode IV, also den ältesten „Krieg der Sterne“-Film zu sehen, dann den darauffolgenden Film, Episode V „Das Imperium schlägt zurück“ und dann aber noch vor dem Finale der Ursprungs-Trilogie die Episoden II und III sowie das Spin-off Rogue One: A Star Wars Story einzuschieben. Dann folgen Episode VII und VIII.

Die Reihenfolge ist also: Episode IV – Krieg der Sterne, Episode V – Das Imperium schlägt zurück, Episode II – Angriff der Klonkrieger, Episode III – Die Rache der Sith – Rogue One: A Star Wars Story ; dann erst Episode VI – die Rückkehr der Jedi-Ritter und die neueste Episode VII – Das Erwachen der Macht und dann die neueste Episode VIII - Die letzten Jedi.

Episode I fällt aus oder kann später zusätzlich angesehen werden. Denn wie der Erfinder erklärt, ist sie nicht absolut notwendig um die restliche Handlung zu verstehen. Die Saga ist auch ohne sie sinnvoll. Man kann sie also getrost weglassen. Wer will, kann problemlos auch nach den anderen Filmen noch mehr über Anakin Skywalker erfahren. Eine Alternative: Die „Flashback-Reihenfolge“. Sie schlägt vor, alle Prequels und auch das Spin-off zwischen Episode V und VI einzuschieben.

Der Vorteil: Die Prequels werden als Vorgeschichte in die Ursprungs-Trilogie eingeschoben. So lernt man zuerst die Star-Wars-Welt kennen und erfährt dann mehr über den Hintergrund und die Charaktere. Durch die Platzierung gibt es so gut wie keine Spoiler. Alle Überraschungen bleiben überraschend. Dann erst erfährt man, wie es dazu kam.

Der Nachteile: Die Optik springt ein wenig hin und her, weil die neueren Filme bessere Special-Effects haben. Theoretisch ist es auch möglich, dass jemand Episode I vermisst.

Ansonsten funktioniert die Machete-Ordnung erstaunlich gut, ohne verwirrend zu sein. Warum genau, erklärt der Erfinder ausführlich in seinem Blog-Post ausführlich erklärt - allerdings mit Spoilern. Deswegen die Empfehlung: Einfach mal ausprobieren! Neulinge und Kenner sollten damit gleichermaßen gut gerüstet für die neuen Episoden sein.

Autor
SWR3.online