Stand:

Klassentreffen können total cool sein, weil man seine Leute von früher wieder trifft. Oder der absolute Horror, weil man feststellt, dass es gute Gründe gibt, warum man sich aus den Augen verloren hat. Um ein kurioses Klassentreffen geht es im neuen Film von und mit Til Schweiger. Wir haben mit ihm gesprochen.

„Ich war einmal auf einem Klassentreffen – und es war sicher das letzte Mal“, erzählt Til Schweiger im Interview mit Nicola Müntefering für die SWR3-Sonntagsshow. Vor sieben Jahren war das. Er habe zwei beste Freundinnen gehabt und mit dem Rest der Leute nicht so viel zu tun. Die beiden haben ihn dann auch dazu gebracht, zum Klassentreffen zu kommen. Eine schöne Erinnerung ist es aber offenbar nicht. Trotzdem hat er einen Film über solche Wiedersehensfeiern an der alten Schule gemacht, Klassentreffen 1.0 – Die unglaubliche Reise der Silberrücken, so heißt der Film.

Klassentreffen 1.0 – Bilder zum Film

Szenenbilder Klassentreffen 1.0 mit Til Schweiger; Foto: Warner Bros. Ent.
Warner Bros. Ent.

Klassentreffen: von und mit, aber nicht über Til Schweiger

Ein paar ehemalige Schulfreunde treffen sich wieder – jeder mit seinen eigenen Problemen und in einem Alter, in dem sie Gefahr laufen, in eine Midlife-Crisis zu geraten. Samuel Finzi, Milan Preschel und Schweiger selbst spielen die drei Hauptcharaktere, die in gemeinsam Bilanz ziehen und in den kleinen und großen Katastrophen näher zusammen kommen.

Til Schweiger fühlt sich noch jung

Das ist nicht autobiographisch, erzählt uns Til Schweiger. Aber Älterwerden ist aber natürlich schon ein Thema, das auch in Schweigers echtem Leben eine Rolle spielt. „Gefühlt merkt man das erst einmal nicht“, sagt er, einen Moment, in dem er realisiert habe, dass er altert, habe es so nicht gegeben. Seelisch und von seiner inneren Haltung her fühle er sich jung, aber körperlich realisiere er das Alter dann doch. „Ich habe eine neue Hüfte, es zwackt halt.“ Trotzdem betont Schweiger: Eine Midlife-Crisis habe er bislang noch nicht gehabt, sein neuer Kinofilm habe davon also keine Inspiration bekommen.

„Man hält sich für unsterblich“

Viel wichtiger als die Krise sei ihm gewesen, sich mit den Themen und Sorgen zu beschäftigen, die eben jeder so hat, wenn man älter wird. „Wenn man 18 oder 20 ist, dann denkt man, dass das Leben unendlich ist und dass man unheimlich viel Zeit hat. Man hält sich für unsterblich. Und dann merkt man plötzlich, dass das Leben immer schneller vorbei geht.“ Dann überlege man sich irgendwann schon, was der Grund fürs Leben sei und worum es überhaupt geht. Schweigers Erkenntnis: „Wir sind auf der Welt um zu lieben und möglichst viele Freunde zu haben und Freunde und Gutes zu tun und zu geben. Ich kenne viele Leute, die sich aus Angst, verletzt zu werden, zurückziehen. Und dadurch bringen sie sich um die Möglichkeit, tolle Menschen, die sie inspirieren könnten, nicht zu treffen.“ Das brauche vor allem eines: Mut.

Trailer zum neuen Film von Til Schweiger

Du hast DNT aktiviert. Wir stellen die Verbindung zu YouTube erst her, wenn du dies erlaubst. Die Einwilligung ist freiwillig und gilt nur temporär. Mehr dazu findest du in unseren Datenschutzhinweisen.
Das Video bei YouTube ansehen.