Stand:

Schon bevor er ins Kino gekommen ist, hat der Film Schlagzeilen gemacht: Alles Geld der Welt. Ende November hat Regisseur Ridley Scott angekündigt, dass Kevin Spacey in seinem neuen Film durch Christopher Plummer ersetzt wird. Und das obwohl der Film schon abgedreht und fünf Wochen vor dem Kinostart war.

Änderungen erkennt man deutlich

Christopher Plummer war von vornherein Ridley Scotts erste Wahl für den griesgrämigen Öl-Magnaten John P. Getty, doch das Filmstudio wollte einen größeren Namen. Nach dem Skandal rund um Kevin Spacey und andere Hollywoodgrößen musste Ridley Scott die Rolle des John P. Getty umbesetzen. Dieses Mal hat das Studio seinen Favoriten akzeptiert. Der Film musste an vielen Stellen neu gedreht oder umgeschnitten werden und das merkt man deutlich. In einer Szene in der Wüste springt einem die Computernachbearbeitung förmlich ins Gesicht.

Auch an anderen Stellen, wenn der Milliardär Getty zum Beispiel in Nahaufnahmen zu sehen ist und im Hintergrund andere Personen zu sehen sind, will die Perspektive manchmal nicht so richtig stimmen. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran.

Alles Geld der Welt; Foto: © TOBIS Film GmbH

Gail Harris braucht das Geld ihres Schwiegervaters um das Lösegeld für ihren Sohn zahlen zu können – doch der will keinen Cent rausrücken.

© TOBIS Film GmbH

Ein wahrer Sturkopf

Die Geschichte des Films beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Enkel von Paul Getty, dem damals reichsten Mann der Welt, wurde in den 1970ern von der italienischen Mafia entführt und der Alte weigerte sich partout auf die Lösegelderpressung einzugehen.

Getreu dem Motto: Wenn er einmal zahlt, werden die anderen 13 Enkel auch entführt und er irgendwann ein armer Mann. Er hat eben Alles Geld der Welt, aber null Empathie.

Ein solider Thriller

An Plummers Seite spielen Mark Wahlberg und Michelle Williams. Er als Privatermittler und sie als besorgte Mutter des entführten Jungen. Insgesamt ist Alles Geld der Welt ein solider Entführungsthriller, der gleichzeitig auch ein Porträt des griesgrämigen Getty sein will. Ein Mann, der sich nicht entscheiden kann und dabei zwar vieles richtig macht, aber eben nicht alles. So wird der Film zwar gute, aber keine sehr gute Unterhaltung. Deswegen gibt es nicht alle Elche dieser Welt, sondern nur drei.

Die Details

Filmplakat: Alles Geld der Welt; Foto: © TOBIS Film GmbH

Filmplakat: Alles Geld der Welt

© TOBIS Film GmbH

Alles Geld der Welt / All the Money in the World

Thriller

ab 12 Jahren

132 Minuten

USA 2017

Kinostart