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Kultfilme-Macher Marvel schickt alles an den Start, was es an Superhelden zu finden gibt. Und die Aufgabe ist nichts Geringeres als: Rettet das ganze Universum. Klingt vielversprechend für Comic-Fans – es gibt nur ein Problem.

Es wird voll auf der Kinoleinwand: Denn mit Avengers: Infinity War kommt der ultimative Superhelden-MashUp ins Kino und Marvel schickt alles ins Rennen, was es irgendwo in verstaubten Archiven zu liegen hat. Thor, Captain America, Iron Man, Hulk, Black Panther, Doktor Strange und ein paar anderen müssen mal wieder ran um die Welt, nein, diesmal das ganze Universum zu retten.

Wer keine Marvel-Filme kennt, hat ein Problem

Dies sei gleich vorweggeschickt: Wer die anderen 18 Filme nicht gesehen hat, Doctor Strange mit Doctor Who verwechselt – oder glaubt, der Hulk sei gelb und Iron Man ein Transformers, der muss sich Avengers: Infinity War gar nicht erst angucken. Denn im zehnjährigen MCU-Bestehen kommt jetzt der Film, auf den Produzent Kevin Feige und Co hingearbeitet haben und der alles verbindet.

SWR3 Kino-Check: Avengers: Infinity War; Foto: Walt Disney
Walt Disney

Der Gegner: Titan Thanos

Kein Vorgeplänkel, kein „was bisher geschah“, sondern gleich ein Einstieg mitten in die Handlung – inklusive kurzer Orientierungsprobleme, selbst wenn man sich einigermaßen auskennt im MCU. Stichwort Infinitiy-Steine, denn darum geht es. Titan Thanos (Josh Brolin unter einer lilanen CGI-Maske) will die Hälfte der Bevölkerung aller Planeten auslöschen um den Überlebenden ein besseres Leben zu ermöglichen und braucht genau dafür die sechs Infinity-Steine.

Den Genozid verhindern wollen selbstverständlich die Avengers, doch hat keiner der Superhelden mit der Kraft und Ausdauer Thanos gerechnet, so dass „Infinity War“ im wahrsten Sinne des Wortes ein Kampf um Leben und Tod ist.

Der typische Marvel-Humor

Den Russos gelingt mit einem dramaturgisch schwachen Überbau die Verbindung der typischen Marvel-Elemente aus Humor, Tragik und Action. Avengers: Infinity War fühlt sich an wie drei Filme in einem und ist am Ende ein bisschen ermüdend. Dabei ist es noch nicht vorbei, denn es geht weiter. Das große Avengers-Finale ist zweigeteilt und Avengers 4, noch ohne konkreten Titel startet am 25. April 2019, also in genau einem Jahr und dann wissen wir, wer wirklich stirbt und wer nicht! Aber bis dahin bekommt Avengers: Infinity War von mir erstmal drei Elche, weil es sich eben anfühlt wie drei Filme. Was zum Preis von einem ja nicht unbedingt schlecht sein muss.

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Naja, gut.

Ja, es sterben Avengers, ja wir verraten nicht wer, wann und warum, denn hier ist mal wieder der Weg das Ziel. Die Russo-Brüder, die zum dritten Mal auf dem MCU-Regiestuhl sitzen versuchen hier ein Destillat aus allen bisherigen Filmen abzuliefern. Durch das Springen zwischen verschiedenen Handlungsorten und Ebenen treffen sich Leute, die sich im MCU vorher noch nicht begegnet sind: Iron Man (Robert Downey Jr.) trifft auf Doktor Strange (Benedict Cumberbatch) und Thor (Chris Hemsworth) auf die Guardians of the Galaxy (unter anderem Chris Pratt als Star Lord Peter Quill). Und das sind genau die Momente, an denen der typische Marvel-Humor durchschimmert.