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Der grüne Weihnachtshasser kommt zurück ins Kino – der Grinch. Diesmal animiert von den Machern der Minions. Taugt der Film als Einstimmung für Weihnachten oder könnt ihr euch die neue Version schenken?

Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie sehr freut ihr euch auf Weihnachten? Eine Elf gibt es auf dieser Skala leider nicht, genauso wenig wie eine Minusausrichtung. Genau die bräuchte der Grinch aber eigentlich. Vor 15 Jahren kam eben jener behaarte und grüne Weihnachtshasser ins Kino, verkörpert von Jim Carey. Jetzt schicken die Macher der Minions und Ich einfach unverbesserlich den Grinch ins vorweihnachtliche Kinorennen. Aber keine Sorge: Der Grinch ist immer noch grün – und nicht gelb – und er hasst Weihnachten wie eh und je.

Szenenbilder aus dem Kinofilm Der Grinch; Foto: 2018 Universal Studios
2018 Universal Studios

Als Kind ist er selbst in einem Waisenhaus groß geworden, da gab es kein Weihnachten. Und was er nicht hatte, gönnt er auch niemand anderem. Dummerweise wohnt er am Rande von Who-Dorf, die Leute da lieben Weihnachten und wollen in diesem Jahr sogar alles eine Nummer größer feiern. Oder besser gesagt: drei Nummer größer.

Das Ziel: Weihnachten sabotieren

Und weil er ein Miesepeter ist, versucht er Weihnachten zu sabotieren. Sein Konzept: Was Santa Claus in einer Nacht ausliefern kann, kann er auch in einer Nacht stehlen. Also macht er sich in der Nacht vor Heiligabend mit einem übergewichtigen Rentier und seinem Hund Max auf den Weg, die Geschenke, die gerade verteilt wurden, wieder einzusammeln. Allerdings hat er nicht mit dem Mädchen Cindy-Lou gerechnet, denn die hat dieses Jahr einen ganz besonderen Wunsch.

Von der Ur-Geschichte ist nicht viel übrig

Die Figur des Grinch, von Dr. Seuss erschaffen, ist ja eigentlich ein Kinderbuch und übt versteckte Kritik daran, dass es an Weihnachten nur noch darum geht, Geschenke zu bekommen. Davon ist hier nicht mehr so viel drin, aber dafür sehr viel Situationskomik und absolut liebevoll gestaltete Charaktere. Der Grinch, sein Hund Max und das dicke Rentier sorgen für jede Menge Lacher.

Eine meiner absoluten Lieblingsszenen: als sich alle drei das Bett teilen. Im Original wird der Grinch von Benedict Cumberbatch gesprochen, bei uns von Otto Walkes, das entbehrt eigentlich jeder Ironie, passt aber irgendwie dann doch.

Lohnt sich Der Grinch im Kino?

Der Grinch ist ein wunderbarer Familienfilm, der zeigt, dass man Weihnachten gar nicht nicht mögen kann. Selbst als Grinch nicht. Deswegen gibt es von mir auch 4 von 5 Grinchen bzw. Elchen.