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Ein kleiner Schritt für ihn – aber ein großer Schritt für die Menschheit. So hat Neil Armstrong 1969 seine Mondlandung kommentiert. Und genau das darf jetzt auch Ryan Gosling sagen. Denn in First Man – Aufbruch zum Mond spielt Gosling den Raumfahrer Neil Armstrong. Ein Film, bei dem man mitunter das Atmen vergisst.

First Man – Aufbruch zum Mond ist kein reiner Actionfilm, sondern eher das Psychogramm eines Mannes, der nicht auf diese Welt gehört. Armstrongs Tochter ist Anfang der 60er Jahre an Krebs gestorben, das hat er nie verwunden und eine Aufgabe gesucht, die „bigger than life“ ist.

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First Man: keine reine Heldengeschichte

Der Film erzählt eben von Armstrong als Mensch, als Vater und Raumfahrtpionier und zeichnet den Weg zur Mondlandung akribisch nach. Mit allen Höhen und Tiefen und vor allem den menschlichen Opfern, die das Raumfahrtwettrüsten gegen die Sowjets mit sich brachte. Der Film spart nichts aus und ist keine reine Heldengeschichte: Denn es geht auch um die Astronauten, die sterben oder die Frauen, die zuhause um ihre Ehemänner bangen.

Visuell ist der Film beachtlich – nicht nur wegen Ryan Gosling

Regisseur Damien Chazelle hat schon La La Land mit Ryan Gosling zusammen gemacht – aber keine Angst, die beiden tanzen nicht über den Mond. Die Kamera ist immer ganz nah dran an seinem Gesicht: Der Kopf unter dem Helm und seine Augen in Großaufnahme unterstreichen das klaustrophobische Setting im All. Denn es ist fast schon unglaublich, in was für Blechdosen die damals ins All geflogen sind.

Bildergalerie - First Man; Foto: Universal
Universal


Oscar für Ryan Gosling als Neil Armstrong?

Gosling wird für den Film seine dritte Oscarnominierung bekommen, genauso wie Chazelle. Visuell ist der Film beachtlich, von der Geschichte merkt man, dass Steven Spielberg das große Vorbild für Chazelle ist. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Elchen.