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Was haben ein Fuchs, Kevin Costner und Russell Crowe gemeinsam? Genau, sie haben alle schon mal von den Reichen genommen und den Armen gegeben. Als Robin Hood. Die Legende des guten Adligen kommt jetzt in einer Neuauflage ins Kino – unter der Regie von Serienexperte Otto Bathurst und Kingsman-Star Taron Egerton.

Schon im Vorspann des Films steht, man soll alles, was man über Robin Hood weiß, vergessen, denn die Legende wird hier neu geschrieben. Keine falsche Versprechung, denn mit den Filmklassikern hat der Film wenig gemeinsam – außer der Ausgangssituation.

Alles neu im neuen Robin-Hood-Film?

Robin von Locksley kommt nach langen, entbehrungsreichen Kreuzzügen zurück nach Hause und erkennt Nottingham nicht wieder. Unter der Ägide vom neuen Sheriff hat die Stadt sich verändert – zum Negativen. Robin wurde für Tod erklärt und hat nicht nur seine Besitztümer verloren, sondern vor allem auch seine Freundin. Die nach dem vermeintlichen Tod ihres Geliebten in die Arme eines anderen geflüchtet ist. Gemeinsam mit dem ehemaligen Kriegsgefangenen John und seinem Freund Tuck verbünden sie sich gegen das Böse und rebellieren gegen die vorherrschenden Umstände und wollen Reichtum umverteilen.

Robin Hood; Foto: 2019 Lions Gate Entertainment Corp. and affiliated companies
2019 Lions Gate Entertainment Corp. and affiliated companies

Überfrachtet und trashig

Robin Hood ist ein Actionabenteuer mit Pferden, Pfeil und Bogen, dass die Robin-Hood-Geschichtsschreibung umdeutet und versucht neu zu interpretieren und vor allem Hauptdarsteller Taron Egerton körperlich so einiges abverlangt. Aber Egerton als Robin Hood bleibt absolut blass, die Geschichte ist überfrachtet und die Action wirkt unfreiwillig trashig. Regisseur Bathurst orientiert sich zumindest visuell stark an einer Computerspielästhetik und schickt seine Protagonisten in Strumpfhosen in eine Art Jump-and-Run-Abenteuer. Der Showdown im Sherwoodforest läutet unweigerlich Teil Zwei ein. Da gucke ich allerdings lieber noch mal den alten Zeichentrickfilm von Disney. Mehr als zwei tapfere Elche sind leider nicht drin.

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Autor
Anna Wollner
Autor
SWR3