Nerven aufreibend und spannend bis in die letzte Sekunde: Ridley Scott haut mit seinem neuesten Film der Alien-Serie ein Sci-Fi-Erlebnis mit Gruselfaktor heraus. Auf der Suche nach neuem Lebensraum für die Menschheit, stößt das Raumschiff Covenant dabei auf ein scheinbares Paradies. Der Schein trügt. Die grüne Oase entpuppt sich als tödliche Falle.

Absolute Stille herrscht an Bord des Raumschiffs Covenant. Während die Besatzung und die rund 2000 Passagiere in künstlichen Tiefschlaf gefallen sind, läuft nur der Maschinenmensch Walter, gespielt von Michael Fassbender, durch die endlosen Gänge. Plötzlich ist es mit der Ruhe vorbei: Auf dem Weg in ein neues Leben passiert das Raumschiff einen Stern, der gerade explodiert. Die Explosion zerstört den Hauptantrieb. Der Kurs kann nicht mehr eingehalten werden…

Trailer zum Film

Horror-Paradies

Die Crew stößt auf ein scheinbares Paradies: dichtbewaldet, leuchtend grün wie ein Garten Eden und viel näher an der Erde als das zuvor geplante Ziel Origae-6. Eine neue Heimat für die Besatzung und Crew scheint gefunden zu sein. Allerdings trügt der Schein: Schnell stellt sich heraus, dass hier nichts ist wie es scheint. Die neue Welt ist düster und überaus gefährlich. Hier zu bleiben, wäre selbstmörderisch, die Bedrohung übertrifft jegliche Vorstellungskraft. Will man überleben, muss man diesen Ort umgehend verlassen. Und so muss die Crew einen waghalsigen Fluchtversuch unternehmen.

Kompliziert aber spannend

SWR3 Kinomann Jo Müller meint, dass nicht jeder einfach in die Handlung einsteigen könnte. Wer die „Alien“-Filme nicht kennt, vor allem nicht den direkten Vorgängerfilm „Prometheus“, der dürfte Verständnisschwierigkeiten haben. Das Raumschiff Prometheus wollte fünf Jahre zuvor erforschen, woher die legendären Weltraumbewohner eigentlich stammen. Per Zufall gerieten die Astronauten auch da auf eine ungeahnte Spur anderer Wesen, die Menschen erschaffen haben könnten. An dieser Stelle setzt 'Alien: Covenant' an.

Mit dem Original „Alien“ könne es der neue Streifen nicht aufnehmen, meint der Kinoexperte, allerdings sei er auf Fälle wesentlich besser, spektakulärer und gruseliger als sein Vorgänger „Prometheus“. Das beste am ganzen Film? „Der fiese, böse Schluss! Ein Knaller“, betont Müller.

Ridley Scott im Interview mit SWR3

Der Regisseur des Actionerlebnis Ridley Scott gilt als einer der schnellsten Regisseure Hollywoods. Nie hat er sein Budget überzogen oder den Zeitrahmen nicht eingehalten. Sein Geheimrezept? 'Vorbereitung' lautet das Zauberwort, so der 79-Jährige. Doch was ihm noch viel wichtiger ist: Leidenschaft an der Arbeit.

Nie habe ich auch nur einen Tag in meinem Leben gearbeitet.

Filmregisseur Ridley Scott; Foto: dpa/picture-alliance

Regisseur des Films: Ridley Scott.

dpa/picture-alliance

Rückschläge oder auch weniger erfolgreiche Filme haben ihn nie aus der Bahn geworfen. Stattdessen hat er sich weiteren Aufgaben gestellt und nicht den Mut verloren. „Für mich als Künstler zählt nur meine eigene Kritik“, betont er im Interview. Das sei das einzige was wirklich wichtig sei. Seit den schlechten Kritiken über seinen Kinofilm Blade Runner, hat er "niemals" mehr auch nur eine öffentliche Kritik seine Filme gelesen.

Die Details

Alien: Covenant ; Foto: 20th Century Fox

Alien: Covenant

20th Century Fox

Alien: Covenant

Action

ab 16 Jahren

123 Minuten

USA 2017

Kinostart