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Anna Wollner (Foto: RBB)

Das Star-Wars-Fan-Universum dreht durch! Rogue One kommt ins Kino. Das Spin-Off soll laut Kritikern besser sein, als jeder Star-Wars-Film davor. SWR3 Kinocheckerin Anna Wollner sieht das ein bisschen anders.

„Während der Schlacht ist es Spionen der Rebellen gelungen, Geheimpläne über die absolute Waffe des Imperiums in ihren Besitz zu bringen, den TODESSTERN, eine Raumstation, deren Feuerkraft ausreicht, um einen ganzen Planeten zu vernichten.“ Dieser Satz stand 1977 an zweiter Stelle im berühmten Rolltext vom ersten Star Wars Film „Eine neue Hoffnung“. Und diesen bisher als Nebeninformation auserzählten Handlungsstrang nimmt Regisseur Gareth Edwards als Anlass um mit „Rogue One – A Star Wars Story“, den ersten Stand-Alone-Film des riesigen Franchise zu liefern.

Science-Fiction-Kriegsfilm ohne Nostalgie-Effekt

Star Wars Rouge One (Foto: Disney)
Felicity Jones spielt Rebellen-Anführerin Jyn Erso. Disney

Die Spione der Rebellen klauen, angeführt von Jyn Erso (Felicity Jones), die Pläne des Todessterns. Das war es grob gesagt und spoilerfrei. Natürlich ist auch hier der Weg das Ziel und einige komplizierte Verwandtschaftsverhältnisse.

Wenn eine Sache hier aber fehlt, dann ist es das Star Wars Gefühl. Die Story ist von vorneherein abgeschlossen, füllt maximal eine erzählerische Leerstelle die bis vor kurzem gar keinem auffiel. „Rogue One – A Star War Story“ ist dabei rau und tough, ein Kriegsfilm erster Güte, die Kamera ist immer mittendrin im Schlachtgetümmel am Boden und in der Luft. Aber die Story ist eben ziemlich dünn und künstlich in die Länge gezogen.

Immerhin: Neuer Bösewicht kann punkten

Mit den Figuren um Jyn Erso, Cassian Endor (Diego Luna) und Bhoodi Rook (Riz Ahmed) bin ich einfach nicht warm geworden. Nur Ben Mendelsohn als Darth Vaders Schützling Direktor Orson Krennic kann auf der Bösewichtskala einigermaßen punkten.

Hat „Das Erwachen der Macht“ wenigstens noch den Nostalgie-Faktor erfüllt und mit BB8 den süßesten Androidensidekick seit R2D2 gehabt, gibt es hier zwar den getunten Imperial-Droiden K-2S0, X-Wings und Tie-Fighter, aber all das wirkt einfach nur wie ein Schaulaufen durch eine gut ausgestattete Star Wars Kulisse. Einzig und allein im finalen Angriff blitzt kurz das Gefühl auf, etwas Großes aus dem Star Wars Universum zu sehen. Aber wirklich nur kurz. Und für einen richtig guten Star Wars Film reicht das einfach nicht.

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Anna Wollner (Foto: RBB)

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