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Schon wieder ein Superheld im Kino: Diese Woche treibt „Der unglaubliche Hulk“ auf der Leinwand sein Unwesen. Ob der auch unglaublich gut ist, verrät SWR3-Moviemän Jo Müller.

Echte Kinofans werden sagen: Hulk? Da gab’s doch vor ein paar Jahren schon mal einen Film – allerdings einen, der sowohl bei der Kritik als auch an der Kinokasse ziemlich durchfiel. „Der unglaubliche Hulk“ wird dagegen Comic-Fans bestimmt mächtig Spaß machen. Es knallt und kracht unaufhörlich in dieser Superhelden-Verfilmung: immer dann wenn der grätig-grüne Muskelklops anfängt zu wüten und Autos und Menschlein durch die Luft wirbelt. Hulk dröhnt so laut über die Leinwand, dass einem die Ohren wackeln.

Simple Story

Die Story selbst ist natürlich – wie für so einen Popcornfilm üblich – recht simpel: Wissenschaftler Banner, der sich durch ein chemisches Experiment immer, wenn er in Wut gerät, in den zerstörungswütigen Grünling verwandelt, versteckt sich irgendwo in Brasilien. Dann wird er von bösen Militärs aufgespürt, er versucht zu fliehen, trifft seine alte Liebe wieder und duelliert sich am Ende mit einem noch größeren, fieseren Mutanten-Monster. Dabei geht zu Bruch was zu Bruch gehen kann.

Anspielungen auf andere Monsterfilme

Das alles ist flott erzählt und nett garniert mit Anspielungen auf „King Kong“ und andere Monsterfilme. Und was die Action angeht, die wird im Minutentakt serviert. Zudem ist das Monster tricktechnisch recht ordentlich in Szene gesetzt – zwar noch nicht perfekt, aber immerhin um einiges besser als in der alten Version, die vor ein paar Jahren im Kino lief. Da spielte Eric Bana die Rolle des „Hulk“, diesmal ist es Edward Norton. Und der ist auf alle Fälle ein anderes Kaliber.

Kein Superliga-Superheld

Doch um ganz ehrlich zu sein: In die Superhelden-Superliga mit „Spiderman“ und „Batman“ schafft’s „Der unglaubliche Hulk“ nicht ganz. Dafür wirkt er einfach ein wenig zu plump, der grüne Klops, der vor Wut schäumt, herumdrischt und Grummelgeräusche von sich gibt. Außerdem fehlt’s ihm auch an Selbstironie. Doch mit Kollegen wie „Iron Man“ kann er’s durchaus aufnehmen. Auf diesen anderen Superhelden aus der Comic-Fabrik von Marvel gibt’s übrigens am Ende von „Hulk“ eine durchaus witzige Anspielung in Form eines Kurzauftritts von „Iron Man“-Darsteller Robert Downey Jr. Vielleicht treten die beiden Superhelden demnächst gemeinsam vor die Kamera. Dann werde ich Ohrenstöpsel brauchen.

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