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Disney hat es schon wieder getan und aus einem Zeichentrickklassiker einen Realfilm gemacht. Nach Die Schöne und das Biest und vor König der Löwen darf Will Smith aus der Wunderlampe auftauchen. Die Neuauflage von Aladdin schwimmt voll auf der Nostalgiewelle und verpasst dem Märchen aus Tausend und einer Nacht einen moderneren Anstrich.

Schon im Vorfeld gab es große Bedenken: Will Smith als blauer Dschinni aus der Wunderlampe. Bedenken, die man getrost über Bord werfen kann, denn Will Smith in blau und zu weiten Teilen am Computer animiert und frisiert, gibt seiner Dschinni-Interpretation einen ziemlich frischen Wind und legt ihn sehr unterhaltsam an. Regisseur Guy Ritchie wollte, dass er aussieht wie ein Bodybuilder aus den 70er Jahren, mit viel Oberkörper, als Beinarbeit noch unwichtig war – und genau so blödelt er sich durch den Film und unterhält.

Will Smith als blauer Dschinni

Aladdin (Foto: © 2019 Disney Enterprises, Inc.)
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Natürlich kennen wir Aladdin schon, das heißt, der Geschichte muss irgendwas Neues gegeben werden – mehr Witz, mehr Packendes, mehr Berührendes. Prinzessin Jasmin (großartig von Naomi Scott gespielt) ist eine emanzipierte Frau, das ist ziemlich cool und endlich mal eine etwas andere Disney-Prinzessin. Und weil im Zeichentrickklassiker von 1994 gesungen wurde, wird das auch hier.

Aladdin ist ein waschechtes Musical

Es wird gesungen und getanzt was das Zeug hält, in guter alter Disneymanier, komponiert von Alan Menken, der seinen eigenen Soundtrack generalüberholt und ins 21. Jahrhundert übertragen hat. Zwischendurch wirkt's ein bisschen wie eine Mischung aus Christopher Street Day und Kölner Karnevalsumzug: Vor allem in der Szene, in der Prinz Ali – begleitet von Dschinni – das erste Mal nicht als Straßendieb, sondern als Prinz die Stadt betritt.

Ja, man muss bereit sein, sich auf den Film und vor allem die Musik einzulassen. Ein bisschen Game of Thrones mit buntem Zuckerguss überzogen. Deswegen gibt es von mir 3 von 5 Flaschengeist-Elchen.

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