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Befreite Lust – der dritte Teil von Fifty Shades of Grey kommt am 8. Februar in die Kinos. Es geht um Hochzeit, Babyalarm und natürlich Sex. Wir sagen euch, warum man den Film nicht nur belächeln sollte, wie der perfekte Knoten sitzt und verraten euch Dinge, die ihr vielleicht noch nicht wusstet.

Fifty Shades of Überflüssig?

SWR3-Kinocheckerin Anna Wollner hat sich den Film angeschaut und findet: Langweilig.

Worum geht's?

Berechtigte Frage. Um Alles und Nichts. Teil Drei schließt nahtlos an an Teil Zwei mit der Traumhochzeit von Ana Steel und Multimillionär Christian Grey, den Flitterwochen an der Cote D'Azur und dem Einleben als frisch vermähltes Ehepaar mit allen Hürden, die es da so gibt. Die beiden spielen, mittlerweile mehr auf Augenhöhe, ihre Spielchen. Doch jetzt kommt noch ein Thrillerplot dazu, mit einem Stalker, einer entführten Schwägerin und einer Lösegelderpressung.

Für wen ist der Film?

Schon ganz klar auf ein weibliches Publikum angelegt. Er ist heiß, sie ist heiß, es gibt wesentlich mehr Sexszenen als in den ersten Teilen und ziemlich viel nackte Haut – untermalt von Fahrstuhl-Kuschelrockmusik. In unserem Kino gestern Abend war volles Haus, aber so richtig amüsiert hat sich niemand.

War das jetzt wirklich der letzte Teil?

Ja, die Schauspieler, allen voran Dakota Johnson und Jamie Dornan, haben die Schnauze voll. Die beiden konnten sich von Anfang an nicht wirklich riechen, was sich leider auch auf die Chemie auf der Leinwand übertragen hat. Es sieht zwar alles geil aus, vor allem seine Luxuswohnung etc., aber mehr auch nicht. Die Dialoge sind so hölzern, wie der Stock mit dem er sie schlägt. Ich bin froh, dass es vorbei ist. Dem Hype um Fifty Shades of Grey ist die Puste ausgegangen. Deswegen gibt es von mir einen Elch für die unfreiwillige Komik des Films und einen fürs Ende.

Szenenbilder aus dem dritten Teil

Szenenbilder aus Fifty Shades of Grey (Foto: Universal Pictures)
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Schmuckstein auf breitem Hüftgürtel Universal Pictures Bild in Detailansicht öffnen
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Darum sollte man den Film ernst nehmen

Kritiker sprechen bei Fifty Shades of Grey auch gerne von Hausfrauen-Porno. ABER es gibt gute Gründe, den Film auch ernst zu nehmen, sagt Manuela Rid aus dem SWR3-Team:

  1. Die Filme sind richtig erfolgreich. Allein der erste Teil von 50 Shades of Grey spielte weltweit mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar ein. In Deutschland schauten sich fast acht Millionen Menschen die ersten beiden Teile an. Und noch eine Zahl, die einen Filmemacher abends zufrieden einschlafen lässt: Als der Trailer für den dritten Teil rauskam, wurde der in nur zwei Tagen knapp 15 Millionen Mal geklickt.
  2. Unternehmen sind extrem scharf darauf, dort ihre Produkte unterzubringen und in einzelnen Szenen zu zeigen. Und das würden sie vermutlich nicht tun, wenn sie wüssten, dass das Ganze nicht auch beim Publikum ankommen würde und am Ende nicht ihrem Ruf schadet. Im dritten Teil gibt es zum Beispiel eine Verfolgungsjagd, in der der Sportwagen eines deutschen Autobauers die zentrale Rolle spielt. Oder auch die große Hochzeit im Film: Auch hier sollen sich Designer darum gerissen haben, die Hochzeitsrobe gestalten zu dürfen – für die ideale Werbung.
  3. Auch wenn viele finden, dass die Autorin der Bücher, E. L. James, keinen Applaus für ihre Erotik-Reihe verdient hat, Respekt verdient sie allemal. Ihre Geschichte veröffentlichte sie zuerst im Netz, wurde dafür gefeiert, Verlage wurden auf sie aufmerksam. In weniger als zehn Monaten verkaufte sich ihre 50 Shades of Grey-Reihe über 75 Millionen Mal. Geschwindigkeitsrekord. Schneller wurde noch nie ein Buch so oft verkauft – noch nicht einmal Harry Potter.

Hausfrauen-Porno oder seid ihr auch der Meinung unserer Redakteurin? Auf unserer SWR3-Facebookseite könnt ihr mitdiskutieren.

Fesseln für Anfänger

BDSM und Fetisch-Sex – kam für Michael bisher nicht in Frage. Weil er diese Klischees im Kopf hatte: Leder, Latex, Peitsche… Aber vielleicht verpasst er ja doch was? Um das herauszufinden, geht er mit Coco vom jungen BDSM-Stammtisch München zum Fessel-Treffen. Und bekommt tatsächlich einen ganz neuen Blick auf die BDSM-Szene und Fetischisten.

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