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Es ist eine der größten Monster-Ikonen der Kinogeschichte: King Kong. Zuletzt hat sich Peter Jackson vor zwölf Jahren an eine Verfilmung gewagt. Trotz über 200 Millionen Dollar Budget waren die Kritiken damals alles andere als gut. Jetzt kommt Kong: Skull Island in die Kinos. Mit einem Affen, so groß wie nie zuvor.

Braucht man das? Noch einen King-Kong-Film? Warner Bros. hat diese Frage eindeutig mit „ja“ beantwortet und profitiert in Kong: Skull Island davon, dass seit dem letzten King-Kong-Film die Special- und Visual Effects gefühlt einen Quantensprung gemacht haben. Riesenaffe King Kong ist so groß wie noch nie, und mit genau dieser Größe spielt der Film auch.

Kong: Skull Island (Foto: Warner Bros. Entertainment)
Warner Bros. Entertainment

Urzeitviecher im Naturparadies

Es ist über die Funksprechapparate der Hubschrauber kaum zu verstehen, aber die Abenteurer in Kong: Skull Island staunen nicht schlecht, als sie die unerforschte Insel im Südpazifik überfliegen. Sie ist durch ein mysteriöses Dauer-Gewitter geschützt. Eine Welt offenbart sich ihnen, von der sie nie zu träumen gewagt haben. Bewohnt von einem Riesenaffen. Der erste Impuls des Menschen gegen das Unbekannte: mit der Waffe draufhalten und versuchen das vermeintliche Monster zu töten.

Es ist der klägliche Versuch des Menschen, die Natur zu zähmen. Und damit setzt Kong: Skull Island den Ton für dieses Actionblockbusterwerk der Superlative. Zumindest was die visuellen Effekte angeht. Denn neben King Kong leben auf der Insel noch andere Kreaturen: Riesenspinnen, Heuschrecken, Riesenechsen. Urzeitviecher, die alles andere als nett sind.

Kong: Skull Island spielt im Jahr 1973, Amerika ist im Ausnahmezustand, der Vietnamkrieg spaltet die Bevölkerung. Eine Forschungsgruppe, angeführt von Monsterjäger Bill Randa, soll eben jene Insel kartographieren, die auf den Satellitenbildern bisher immer nur Rätsel aufgab. So jedenfalls die offizielle Version.

Bilder aus dem neuen King-Kong-Film

Große Effekte, wenig Inhalt…

Regisseur Jordan Vogt Roberts verlässt sich in seinem ersten Actionfilm zu sehr auf die Effekte und nicht auf die Geschichte. Denn die ist ziemlich dünn. Die Forscher werden vom Militär begleitet, die wenigen Überlebenden der ersten Kong-Attacke sind über die Insel verstreut, zwei Gruppen versuchen sich gegenseitig zu finden, werden immer wieder von den Kreaturen aufgespürt und bedroht. Die Interessen allerdings sind verschieden: Überleben steht bei den Zivilisten auf der Agenda, Töten beim Militär.

Jurassic Park lässt grüßen

Neben all den bekannten Schauspielern um Oscar-Gewinnerin Brie Larson, John Goodmann, Tom Hiddleston, John C. Reilly und Samuel L. Jackson ist jedoch Kong der eigentliche Star des Films. Die Atmosphäre des Films ist irgendwo zwischen Apocalypse Now und Jurassic Park. Kong: Skull Island ist in allen Belangen ein Film, der mehr Wert auf Größe als auf Tiefe legt. Deswegen gibt es von mir 3 von 5 Kongs bzw. Elchen.

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