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Mirja Raff
Mirja Raff (Foto: SWR3)

Am 3. Februar fand der Superbowl in Amerika statt. DAS Sportereignis schlechthin. Grund genug, mich zu einem Training der Stuttgart Scorpions zu schicken und dort einen Touchdown zu schaffen. Sollte kein Problem werden… dachte ich…

Der Superbowl ist das Finale der amerikanischen American-Football-Profiliga, der National Football League (NFL). Jedes Jahr verfolgen am ersten Sonntag im Februar hunderte Millionen Menschen vor den Fernsehbildschirmen das Finale. Nicht nur wegen des sportlichen Ereignisses, sondern auch wegen der riesigen Show drum herum – vor allem in der Halbzeitpause. Dieses Jahr waren Maroon 5 der Headliner. Außerdem hatten die Rapper Big Boi von Outkast und Travis Scott einen Gastauftritt in der Halbzeitshow.

Im vergangenen Jahr konnten sich die Philadelphia Eagles den Sieg sichern, obwohl seit Jahren das Team der New England Patriots, rund um Quarterback Tom Brady, die NFL dominieren. Dieses Jahr trifft die Mannschaft von Brady im Finale auf die Los Angeles Rams.

So einfach ist ein Touchdown… – oder auch nicht

Die Football-Regeln sind relativ komplex, zumindest wenn man – wie ich – mit dem Sport nicht so viel am Hut hat. Deswegen wollte ich mir das mal genauer anschauen und zwar bei den Stuttgart Scorpions, einem Verein für American Football in der German Football League (GFL - 1, deutsche Liga). Natürlich habe ich mir auch ein Ziel gesetzt: Einen Touchdown in der Endzone der gegnerischen Mannschaft zu landen. Um das auch hinzubekommen, wurde mir damit gedroht, dass ich bei Nichtschaffen einen Kübel Eiswasser über den Kopf geschüttet bekomme – bei 0 Grad Außentemperatur.

Um mich erst mal mit den Football-Regeln vertraut zu machen, habe ich Headcoach Sebastian Blase zur Seite gestellt bekommen. Sebastian ist Defensive Coordinator. Zweimal ist er selbst als Defensive-Spieler mit den New Yorker Lions aus Braunschweig Deutscher Meister geworden und seit 2017 trainiert er viermal in der Woche ehrenamtlich die U19 bei den Stuttgart Scorpions. Netter Typ, aber knallharter Trainer:

Der Superbowl wird in diesem Jahr übrigens in Atlanta ausgetragen. 83.000 Zuschauer können sich das Event live im Stadion anschauen. Kickoff ist um 0.30 Uhr deutscher Zeit. Der Superbowl ist aber nicht nur ein riesiges Sportevent, sondern auch eine riesige Werbeveranstaltung. Ein 30 Sekunden langer Spot kostet etwa fünf Millionen Dollar.

Poserwissen für Football-Anfänger

Und wer jetzt noch ein bisschen über das Event mitreden möchte, für den haben wir die wichtigsten Regeln zusammengefasst:

  • Das Spielfeld ist 100 Yard (etwa 91 Meter) lang und in 10 Abschnitte zu jeweils 10 Yards aufgeteilt, außerdem 53 Yards (etwa 49 Meter) breit. An beiden Enden befindet sich die Endzone mit einem Tor, das rein optisch einer Stimmgabel ähnelt.
  • Ziel ist es mehr Punkte als der Gegner zu erzielen.
  • Elf Spieler spielen pro Team. Es gibt die Angreifer, die Offense, und die Verteidiger, die Defense. Die Offense versucht in die Endzone der Defense zu gelangen. Dafür bleiben den Teams vier Mal 15 Minuten Zeit. Beim American Football gibt es keine Nachspielzeit. Wird das Spiel wegen eines Fouls oder wegen etwas anderem unterbrochen, zum Beispiel wenn ein Spieler mit dem Ball ins Aus rennt oder ein Pass nicht gefangen wird, wird die Spielzeit gestoppt.
  • Trägt das Team in Ballbesitz den Ball in die Endzone oder fängt in ihr einen Pass, gibt das sechs Punkte. Diesen Spielzug nennt man Touchdown.
  • Gelingt es der Offense nicht, in 4 Zügen 10 Yards zu überbrücken, bekommt der Gegner den Ball. Ein Angriffszug gilt zum Beispiel als beendet, wenn der Spieler mit dem Ball ins Aus läuft oder von der Defensive zu Fall gebracht wird.
  • Vier bis sieben Schiedsrichter überwachen das Spielgeschehen.

Natürlich gibt es noch viel mehr Regeln und Begriffe. Wenn ihr euch die beiden unten stehenden Videos anschaut, könnt ihr zumindest mit Grundkenntnissen beim Superbowl trumpfen und sitzt nicht ganz verloren da, wenn es heißt: Touchdoooooooooown.

Football-Regeln kurz erklärt

Superbowl in drei Minuten

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