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AUTOR/IN
Brigitte Egelhaaf
Brigitte Egelhaaf (Foto: SWR3)
Patrick Schütz

Biolehrer Nicolai aus Baden-Baden hat ein ganz großes Faible für Hühner und ist sich sicher, dass ein glückliches Huhn auch seine Besitzer glücklich macht. Um auch andere an seinem Hühnerglück teilhaben zu lassen, vermietetet Nicolai seine Hühner von Frühjahr bis Herbst – an Familien, Schulen, Kindergärten oder Seniorenheime.

„Hühner haben mich schon immer begeistert“, sagt Nicolai Szymanski und für ihn war klar: „Wenn ich mal einen eigenen Garten habe, dann sind in diesem Garten auch Hühner.“
So kam es und mitten drin im Hühnergehege toben auch noch Nicolais fröhliche Kinder. Die Begeisterung fürs Huhn scheint also erblich. Gott sei Dank! Hühnerhaus statt Riesentrampolin.
Und für 3D-Filme brauchen die Szymanskis nicht einmal einen Fernseher.

Nicolai Szymanski (Foto: SWR3)

Stattdessen gibt es Hühnerkino. Die Kinder räumen ihre Kinderstühle raus, stellen sie vor das Gehege und dann wird geschaut, was die Hühner so machen.

Hühner haben eine eigene Persönlichkeit

Es gibt Diven und Verschmuste und ja, ohne diskriminierend zu werden, auch dumme Hühner, oder sagen wir besser: orientierungslose. Denn ein Huhn muss Nicolai jeden Abend persönlich ins Hühnerhaus bringen. Alle anderen 15 finden den Eingang alleine. Und weil Nicolai Szymanski so ein Netter ist, lässt er auch andere an der Hühnerglückstherapie teilhaben. An seiner Schule gibt es neben anderen Tieren auch Hühner. Kann sein, sagt er, dass das ein oder andere Kind nur wegen des Huhns Frida kommt, aber dann ist es schon mal da und macht dann auch noch Mathe.

Huhn 2 (Foto: SWR3)
Auch diese Hühner vermietet Nicolai.

„Hühner machen glücklich“

Seine Urlaubshühner, wie er sie nennt, dürfen für ein oder zwei Wochen auch mal was anderes sehen, als den Szymanskischen Garten. Dann ziehen sie zu einer anderen Familie oder auch mal in einen Kindergarten. Scheint kein Problem fürs Huhn zu sein. Hühner, sagt er, ziehen normalerweise auch in der Natur umher. Er betrachtet sich eher als Wanderhilfe für das Huhn und bringt seine Hühner von einer grünen Wiese zur anderen. Oder wie er sagt, von Paradies zu Paradies. Familienhühner in möglichst vielen Gärten. Eier für den Menschen und dem Huhn sein Hühnerleben. Das ist ein Traum von Nicolai Szymanski. Was es dafür braucht? Nicht viel, sagt er, und dann ist das Huhn glücklich.

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Brigitte Egelhaaf (Foto: SWR3)
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