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SWR-Wirtschaftsredakteurin Katha Jansen (Foto: SWR, Stefanie Schweigert)

Auf's Gaspedal drücken, über rote Ampeln fahren, Rennen „spielen“ auf einer normalen Straße. Manchen Rasern scheinen die Folgen nicht klar zu sein. Wie es sich anfühlt, ein Kind zu verlieren, das von einem Raser getötet wurde – das hat uns eine Mutter erzählt, der das passiert ist.

Sind Raser, die in der Stadt mit 160 km/h einen Unfall verursachen Mörder? In manchen Fällen: JA, sagt das Landgericht Berlin und hat zwei Männer zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil zurück gewiesen.

BGH urteilt über illegales Autorennen: Sind Raser Mörder?

Dennoch: Das Urteil vom Berliner Landgericht war das erste seiner Art, ein Urteil mit Signalwirkung. Nie zuvor wurden Raser wegen Mordes verurteilt. Oft fällt das Urteil erstaunlich mild aus. So, wie im Fall von Angelika.

20-Jährige von Raser getötet

Mitten in der Stadt wurde die 20-Jährige von einem Raser getötet, der mit 90 km/h ein anderes Auto überholte. Seine Strafe: Ein Jahr Gefängnis als Freigänger, Zwei Jahre Führerscheinentzug. Wir haben damals nach dem Urteil mit Angelikas Mutter und Schwester gesprochen, die beide sagen: Das Urteil reicht nicht.

Die Strafen müssen in solchen Fällen härter ausfallen, findet auch der Frankfurter Verkehrssoziologe Alfred Fuhr. Aber eine Verurteilung als Mörder ist für ihn der falsche Weg, denn etwas Entscheidendes fehlt:

Ein Motiv. Hier ist sozusagen einer der Nebeneffekte, an den die Leute nicht gedacht haben, dass eben Menschen zu Tode kommen können.

Alfred Fuhr, Verkehrssoziologe
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