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Kira Urschinger
Kira Urschinger (Foto: SWR3)
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Viele Menschen haben Angst vor einer Erkrankung durch das Coronavirus. Aber was genau sind die ersten Anzeichen und Symptome, wie läuft die Krankheit ab und wie fühlt sie sich an?

Dieser Artikel wurde am 21.4.2020 erstellt und kürzlich auf Aktualität geprüft. Alle aktuellen Entwicklungen findet ihr im Corona-Ticker.

Die Corona-Krise hat unseren Alltag deutlich verändert. Eine Meldung jagt die nächste, viele Menschen sind verunsichert, sind gestresst oder haben Angst, sich anzustecken. Wir klären die ersten Anzeichen und die Symptome sowie den Krankheitsverlauf und haben mit Patienten gesprochen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

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Anfangsstadium: Wann bemerke ich die ersten Symptome?

Die Coronaviren gelangen in den Rachen und befallen die Schleimhaut. Wer infiziert ist, merkt das oft nicht sofort: Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung treten die ersten Anzeichen durchschnittlich innerhalb der ersten fünf bis sechs Tage auf. Die Inkubationszeit kann aber auch bis zu 14 Tage dauern, weshalb auch eine Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt gewesen sein könnten – aber noch nichts merken – auf zwei Wochen angesetzt ist. Experten sagen, nach frühestens drei Tagen merkt der Großteil der Betroffene die ersten Symptome.

Wichtig ist daher, lieber etwas vorsichtiger zu sein und anderen Menschen fernzubleiben, wenn die Möglichkeit besteht, erkrankt zu sein – beispielsweise, weil man mit Infizierten Kontakt hatte oder in einem Risikogebiet war.

Corona: Die Symptome bei einer COVID-19-Erkrankung

Zu Beginn sind die Symptome oft kaum von einer normalen Grippe oder einer Erkältung zu unterscheiden. Das macht es so schwierig für Betroffene – und vor allem so schwer, nicht gleich an das Coronavirus zu denken, obwohl man eine ganz andere Erkrankung hat.

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Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts zeigen: Die häufigsten Symptome sind Fieber und trockener Husten. Von Fieber sprechen Mediziner bei einer Körpertemperatur von über 38 Grad. „Je mehr Fälle man sieht, desto mehr wird auch an seltenen Symptomen dazukommen“, erklärte Peter Kremnser, Infektiologe des Universitätsklinikums Tübingen, im Frühjahr für SWR3. Hier haben wir eine Übersicht der gelisteten Symptome zusammengestellt.

Unsicher bei den Anzeichen? Arzt anrufen, beraten lassen!

Wer unsicher ist oder sich beraten lassen möchte, sollte zunächst seinen Hausarzt anrufen oder die Nummer 116 117 wählen. Weitere Hotlines und Beratungsstellen haben wir hier zusammengefasst.

Der Arzt wird dann erst einmal Fragen stellen, um herauszufinden, wie wahrscheinlich eine Infektion ist und ob man zu einer Risikogruppe gehört. Er entscheidet darüber, ob man einen Corona-Test durchführt.

Krankheitsverlauf bei einer Infizierung mit dem Coronavirus

Wichtig zu wissen ist, dass die Erkrankung COVID-19 bei betroffenen Menschen unterschiedlich verlaufen kann. Eine allgemeingültige Aussage zu einem „typischen“ Krankheitsverlauf, der auf alle Infizierten zutrifft, gibt es daher nicht.

Die Krankheitsverläufe sind unspezifisch, vielfältig und variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod.

Rund 80% der Erkrankungen [verliefen] milde bis moderat. „Mild bis moderat“ betrifft Patienten mit oder ohne Pneumonie, ohne Atemnot, mit einer Sauerstoffsättigung im Blut von über 93% und ohne (CT-diagnostizierte) Lungeninfiltrate, die mehr als die Hälfte der Lunge betreffen.

In der Vergangenheit gab es auch immer wieder Meldungen zu jungen Menschen und Babys, die COVID-19 erlegen sein sollen. Tropenmediziner Peter Kremsner sagt dazu im Frühjahr zu SWR3: „Auch junge Menschen können schwer erkranken. Das ist bisher eher die Ausnahme.“ Je mehr Fälle es gibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit für solche Ausnahmen.

Anders sieht es insbesondere bei Risikogruppen aus, die dieser Tage besonders vorsichtig sein müssen und den Schutz und die Solidarität der ganzen Gesellschaft benötigen.

Das Wichtigste dabei: Einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten. Claudia Spies von der Charité erklärt für SWR3 in den Topthemen am Mittag, warum zwei Meter gerade richtig sind – und ein Meter zu wenig.

Haltet Abstand 🙏 . . . #wirbleibenzuhause #stayathome #stayathomechallenge #flattenthecurve #coronavirus #corona #covid19 #coronainfektion #sarscov2 #gesundheit #infektion #händewaschen #händedesinfizieren #desinfektion #desinfizieren #keime #viren #waschdirdiehände #virus #washyourhands #socialdistancing #anstecken #infizieren #kontaktpersonen

Was passiert bei einem schweren Krankheitsverlauf?

Die Coronaviren können vom Rachen in die Lunge wandern, sich vermehren und ausbreiten. Die gesamte Lunge kann sich entzünden. Dies ist oft eine Entwicklung, die erst im späteren Verlauf der Erkrankung eintritt, beobachten die Experten. Das Robert-Koch-Institut führt dazu Untersuchungen an, die bei chinesischen Patienten ermittelt hat, dass eine sogenannte Pneumonie nach durchschnittlich vier Tagen auftrat. Das ist aber ein Durchschnittswert und trifft so nicht auf jeden Patienten zu.

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Eine Pneumonie, auch Lungenentzündung, führt zu Luftnot und einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Der Betroffene spürt, dass er schwerer atmet und die Atmung anstrengend ist. Diese niedrige Sauerstoffsättigung ist im Körper ist auch der Grund, warum manche Patienten auf einer Intensivstation beatmet werden müssen.

Bei einer schweren Lungenentzündung müssen Patienten mehrere Tage, meist über eine Woche, in Behandlung bleiben. Wichtig ist, dass der Körper einerseits mit Sauerstoff versorgt wird und andererseits, dass sich kein Wasser in der Lunge ansammelt.

Was passiert, wenn die Therapie nicht anschlägt?

Gelingt es dem Körper nicht, die Viren zu bekämpfen und helfen alle Möglichkeiten zur Beatmung nicht, kann es in wenigen Fällen zu einem Kollaps kommen. Das Immunsystem beginnt, Abwehrstoffe zu produzieren – und das in so großer Menge, dass der Organismus darunter leidet und sich selbst schädigt. Der Körper wird schließlich nicht mehr ausreichend durchblutet.

Das betrifft die schweren Fälle. Laut Robert-Koch-Institut kommen die meisten Patienten, die wegen des Krankheitsverlaufs Krankenhaus müssen, nach rund 10 Tagen wieder nach Hause.

So lange dauert die Erkrankung durch das Coronavirus

Jeder Körper ist anders, jede Krankheit kann unterschiedlich verlaufen – das ist bei jedem Virus so. Im Schnitt erholen sich Menschen mit milden Symptomen der Weltgesundheitsorganisation zufolge innerhalb von zwei Wochen, solche mit schweren Symptomen brauchen drei bis sieben Wochen. Die Erkrankung kann aber eben auch tödlich verlaufen.

Corona-Patienten berichten: So fühlt sich die Krankheit an

Patient Eins, der erste in Deutschland erkrankte Patient, hatte einen leichten Krankheitsverlauf. Insgesamt sagt er über seine Zeit mit dem Coronavirus: „Mir geht es gesundheitlich super, bin wirklich in Topform. Mir ging es eigentlich auch nie schlecht.

Wir haben mit einem Betroffenen gesprochen, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde und nach der Quarantäne-Zeit nun wieder genesen ist. Ihm geht es heute ebenfalls gut, aber er sagt:

Es war schon nicht ohne. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe auch Respekt bekommen vor dieser Krankheit.

Diese Beispiele sind nur zwei von vielen, sie lassen keine allgemeinen Schlüsse über den Krankheitsverlauf zu. Es gilt: Keine Panik vor Corona – aber der angemessene Respekt, der vor Leichtsinn bewahren kann.

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Mehr Informationen zum Coronavirus:

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