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Stiftung Warentest hat für die aktuelle „test“-Ausgabe 17 Kindersonnenschutzmittel unter die Lupe genommen. Ergebnis: Besonders die günstigen Produkte schützen Kinderhaut zuverlässig vor UV-Strahlung. Versagt hat ausgerechnet das teuerste Produkt im Test.

Sie kommen ziemlich bunt und knallig daher – die 17 Tuben und Flaschen mit Sonnencremes und -sprays speziell für Kinder. Doch viel wichtiger ist: Auch der Inhalt hat die Tester von Stiftung Warentest überzeugt. Am besten haben dabei die günstigen Produkte von Lidl, Müller, Aldi und Rossmann abgeschnitten. Sie kosten zwischen 2 und 2,50 Euro pro 100 Milliliter. Für sie gab es die Gesamtnote „sehr gut“. Elf Produkte bekamen die Note „gut“, ein Produkt die Note „befriedigend“. Nur ein Ausreißer war dabei: Ausgerechnet die teuerste Sonnencreme im Test (44 Euro pro 100 Milliliter) von Eco Cosmetics bekam die Note „mangelhaft“. Laut den Testern schützt sie die Haut nicht ausreichend vor den längerwelligen UVA-Strahlen.

Sonnenschutz für Kinderhaut besonders wichtig

Insgesamt betrachtet also ein gutes Zeugnis für Kinder-Sonnenschutzmittel. Und das ist auch gut so, denn Kinderhaut braucht besonderen Schutz vor Sonne, sagt zum Beispiel der Mainzer Hautarzt Dr. Uwe Kirschner:

Weil die Kinderhaut einfach sehr viel empfindlicher ist als die Erwachsenenhaut. Die ist noch nicht so in der Lage, auf Sonne zu reagieren wie Erwachsenenhaut. Das heißt, die verbrennen eher schneller, und die Verbrennungen bei den Kindern neigen auch dazu, stärkere Folgeschäden zu machen, also das wird einen dann quasi in höherem Alter, im Erwachsene-Alter einholen.

Außerdem sind Kinder beim Spielen, Toben oder Schwimmen oft viel länger der Sonne ausgesetzt als Erwachsene. Und sie können selbst die Gefahr noch nicht richtig einschätzen, die von den Sonnenstrahlen ausgeht.

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Gute Kindersonnencreme: Hoher Lichtschutzfaktor, keine Duftstoffe

Wie aber muss eine gute Kindersonnencreme aussehen? Für Stiftung Warentest war natürlich am wichtigsten, dass die Cremes den versprochenen Sonnenschutz auch wirklich erfüllen. Bis auf den Test-Verlierer tun das ausnahmslos alle der getesteten Produkte.

Ebenso wichtig: Ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF). Vier der getesteten Produkte hatten LSF 30, ein Wert den das Bundesamt für Strahlenschutz für Kinder als mindestens notwendig bezeichnet. Die übrigen Produkte hatten LSF 50 oder sogar 50+. Und zu letzteren würde auch Uwe Kirschner greifen: „Immer 50! 50 oder drüber.“, empfiehlt er. Der Hautarzt rät außerdem, bei kleinen Kindern zu Produkten mit mineralischem UV-Filter zu greifen, nicht mit chemischen. Man wisse nicht genau, sagt er, wie der chemische Filter auf der Kinderhaut wirke. Außerdem rät er zu Produkten ohne Farb- und Duftstoffe. Stiftung Warentest gibt für drei der getesteten Produkte an, dass sie Parfum enthalten, bewertet diese Duftstoffe aber nicht als problematisch.

Auch Erwachsenensonnencreme für Kinder geeignet

Wenn diese Kriterien erfüllt sind, dann spricht natürlich auch nichts dagegen, Erwachsenen-Sonnencreme für die Kinder zu benutzen. Genauso, wie es natürlich möglich ist, dass auch Eltern oder Großeltern die Kinderprodukte mitbenutzen. Hauptsache ist, Cremes und Sprays ausreichend und großzügig auf der Haut zu verteilen, und dabei keine unbedeckten Körperpartien wie Ohren oder Fußrücken zu vergessen. Doch selbst wenn alle Familienmitglieder gründlich eingecremt sind: Unbegrenzt sollte sich Keiner in der Sonne aufhalten. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät dazu, grundsätzlich die pralle Mittagssonne zu meiden und Kopfbedeckung und Sonnenbrille zu tragen.

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