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AUTOR/IN
Susanne Henn, Stefan Scheurer, SWR3

Mehr Netzabdeckung, entspannter mit dem Handy telefonieren – egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Schön wärs. In manchen Regionen fehlt's da noch. Das kann aber auch daran liegen, dass es Bedenken gibt, die Strahlung könnte schädlich sein. Was sagt die Forschung aktuell?

Ob von elektromagnetischer Strahlung Gesundheitsgefahren ausgehen, ist noch nicht abschließend geklärt. Stand jetzt sieht es aber so aus, dass dem eher nicht so ist. In etlichen Studien konnte zumindest kein Zusammenhang zwischen den derzeit genutzten Frequenzen und Schlafstörungen, Depression und Krebs, vor allem Gehirntumoren, festgestellt werden.

Es gibt zwar auch Studien, die etwas Anderes nahelegen, aber die, so das Bundesamt für Strahlenschutz, wurden unter wenig realistischen Bedingungen durchgeführt: Also mit einer viel höheren Strahlung als im Alltag üblich.

Keine Studien bisher für 5G

Jetzt kommt das ABER: Für die Frequenzen von 26 Megahertz und mehr, die mittelfristig auch für 5G eingesetzt werden sollen, ist die Studienlage noch sehr dünn, deutlich gesagt, man weiß nicht, ob dann das Risiko steigt und: Mobilfunk ist immer noch eine verhältnismäßig junge Technologie – ob es Langzeitfolgen gibt, die vielleicht in 15 oder 20 Jahren auftreten – auch diese Frage kann noch niemand seriös beantworten.

Die größere mögliche Gefahr, warnen Experten, gehe aber von den Handys selber aus. Die strahlen am stärksten, deshalb sollte man sie auf keinen Fall stundenlang am Körper oder gar am Kopf tragen.

Mit diesen 3 Tipps kannst du die Strahlung im Alltag reduzieren

  1. Je weiter weg vom Sender, umso besser. Bei den normal strahlenden Geräten zu Hause (WLAN, schnurloses Telefon, Handy) ist es bereits ein großer Unterschied, ob sie nur 10 cm oder 30 cm vom Körper entfernt sind. In der Praxis heißt das: Das Handy auf dem Nachtisch also einfach mal 20 cm weiter wegzulegen, minimiert die ohnehin geringe Strahlung noch mal deutlicher.
  2. Moderne Geräte verwenden. Neue schnurlose Telefone, WLAN-Router und Smartphones sparen automatisch mehr Strom als alte Geräte. Das bedeutet, die Strahlung ist heutzutage zu Hause im Schnitt ohnehin viel geringer als früher, selbst wenn es z. B. viel mehr WLAN bei den Nachbarn gibt.
  3. Beim Telefonieren Kopfhörer am Smartphone benutzen. Zwar funktioniert das nicht mit jedem Kopfhörer, trotzdem gilt nach Punkt 1: Das Handy ist weg vom Kopf, also bekommt der Kopf weniger Strahlung ab.
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Susanne Henn, Stefan Scheurer, SWR3

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