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Von knapp 60.000 Dollar ist der Wert eines Bitcoins auf unter 40.000 Dollar gefallen. Ist das Risiko von Verlusten weiter hoch? Oder lohnt es sich erst recht, jetzt einzusteigen? 

Lange schien es, als würde die Corona-Pandemie den Kurs der Kryptowährung Bitcoin immer wieder aufs Neue befeuern. Von rund 10.000 Dollar Mitte 2020 stieg der Wert eines Bitcoins zuletzt auf fast 60.000 Dollar. Doch seit Mitte Mai ist der Höhenflug vorerst vorbei. Schuld daran sind vor allem die chinesische Regierung und Tesla-Chef Elon Musk. 

  1. Elon Musk: „Bitcoin-Energieverbrauch ist verrückt“
  2. China möchte Krypto-Sektor stärker kontrollieren
  3. Bitcoin dank Corona ein Massenphänomen 
  4. Kryptowährungen zwischen Blase und Gold Rush 
  5. Bitcoin-Kurs ist stark von Einzelpersonen abhängig
  6. Bitcoins als Wertanlage bleiben risikobehaftet 
  7. Wer sollte in Bitcoins investieren?
  8. Ethereum, Ripple und Dogecoin – Alternativen zu Bitcoin

Elon Musk: „Bitcoin-Energieverbrauch ist verrückt“ 

Eigentlich ist Musk ein großer Fan von Kryptowährungen. So hatte er es nicht nur zugelassen, dass Tesla-Bestellungen in Bitcoin bezahlt werden konnten. Er hat zudem 1,5 Milliarden Dollar Unternehmensvermögen in Bitcoin investiert. 

Doch seit kurzem scheint ihn der hohe Stromverbrauch der Kryptowährung zu stören. Alleine die Herstellung der Coins verbraucht offenbar mehr Strom als zum Beispiel die Niederlande. Musk bezeichnete diesen Verbrauch als „verrückt“, setzte Bitcoin als Bezahloption bei Tesla wieder aus – und der Kurs sackte ab. Die Ankündigung, Tesla könnte sich zudem von seinem Bitcoin-Vermögen trennen, sorgte dann für den nächsten Schock. 

Energy usage trend over past few months is insane https://t.co/E6o9s87trw https://t.co/bmv9wotwKe

China möchte Krypto-Sektor stärker kontrollieren

Kaum hatte sich der Bitcoin-Kurs nach Musks Äußerungen halbwegs gefangen, sorgten Nachrichten aus China für weitere Verunsicherung: Die Regierung dort kündigte an, den bislang wenig regulierten Krypto-Sektor stärker zu kontrollieren. So dürfen Finanzinstitute dort keine Dienstleistungen rund um Kryptowährungen mehr anbieten. Außerdem könnte bald härter gegen die Hersteller*innen, sogenannte Miner*innen vorgegangen werden. 

Bitcoin dank Corona ein Massenphänomen 

Die deutlichen Kursverluste dürften nicht zuletzt Hobby-Anleger*innen ziemlich schmerzen. Neben der Hoffnung auf schnelles Geld hatten nämlich zwei Trends den Bitcoin-Hype befeuert: Immer mehr Banking- bzw. Trading-Apps bieten mittlerweile an, Bitcoins zu kaufen. Es braucht also kaum noch spezielles Wissen, um Bitcoins zum Beispiel zu speichern, ohne dass sie verloren gehen können. 

Und auch die Corona-Pandemie trug dazu bei, dass immer mehr Menschen in Bitcoin investierten. Nachdem zum Beispiel aufgrund der Reisebeschränkungen viele Urlaube abgesagt wurden, legten Hobby-Trader*innen das gesparte Geld zum Teil an – eben auch in Kryptowährungen. 

In dem Zusammenspiel explodierte der Bitcoin-Kurs förmlich: Je höher die Nachfrage, desto mehr wurde der Bitcoin wert, desto mehr stieg die Nachfrage, usw.… 

Waldkirch

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Kryptowährungen zwischen Blase und Gold Rush 

Der aktuelle Kurssturz zeigt, mit welchen Risiken Kryptowährungen weiterhin verbunden sind. Wer zum Beispiel im April 300 Euro in Bitcoins investiert hat, hat aktuell nur noch einen Gegenwert von 200 Euro. Gut möglich, dass sich der Kurs bereits im Juni wieder erholt – sicher ist das aber nicht. 

Bitcoin-Kurs ist stark von Einzelpersonen abhängig

Vor allem zeigt das Hin und Her nach Musks Äußerungen, wie abhängig der Bitcoin-Kurs auch von Einzelpersonen ist, die besonders viele Coins besitzen. Denn das weltweite Bitcoin-Vermögen ist besonders ungleichmäßig verteilt. So besaßen 2018 0,5 Prozent der Bitcoin-Anleger*innen fast 90 Prozent aller Bitcoins. Sollte beispielsweise – analog zu Musk – eine*r dieser Großbesitzer*innen das Vertrauen in die Währung verlieren und seine Coins verkaufen, droht die nächste Blase zu platzen. 

Bitcoins als Wertanlage bleiben risikobehaftet 

Das ist zumindest die pessimistische Sichtweise. Überzeugte Fans des Bitcoins halten hingegen auch eine weiterhin positive Entwicklung für denkbar. Weit über 100.000 Dollar für einen Bitcoin könnten genauso möglich sein. Aus den 200 Euro aus dem Beispiel eben könnten dann schon bald 500 Euro werden. 

Sind Bitcoins eine gute Wertanlage?

Wegen dieser Risiken und der hohen Schwankungen eignen sich Bitcoins kaum als echte „Wertanlage“. Wer sein Geld sicherer anlegen will, kriegt zwar zum Beispiel mit vielen Fondspaketen wie ETFs kaum so hohe Gewinne hin, kann damit aber Verluste deutlich verringern. 

Wer sollte in Bitcoins investieren?

Bitcoins und andere Kryptowährungen eignen sich hingegen fast ausschließlich zum „zocken“. Wer hierein investiert, sollte es auch verkraften können, im schlimmsten Fall alles zu verlieren. Moderne Trading-Apps lassen das aber auch schon zum Reinschnuppern mit nur kleinen Geldbeträgen zu. Auch dann sind die Verluste zunächst überschaubar. 

Ethereum, Ripple und Dogecoin – Alternativen zu Bitcoin

Sollte sich der Bitcoin zum Beispiel aufgrund des hohen Energieverbrauchs mittelfristig nicht auf seinem hohen Kursniveau halten, lohnt sich vielleicht auch der Blick zu anderen Kryptowährungen wie Ethereum oder Ripple. Oder Dogecoin – das ist aktuell der Favorit von Elon Musk. 

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