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Fotos, Passwörter, Nachrichten: Das Smartphone weiß so ziemlich alles über uns. Bevor wir unsere Handys weggeben, sollten wir sicher sein, dass keine privaten Daten auf den Geräten bleiben.

Wer darüber nachdenkt, sein Smartphone zu verschenken, zu verkaufen oder zu spenden, der wird vermutlich auch über das Thema Datensicherheit nachgedacht haben. Wichtige Telefonnummern, private Mails und Urlaubsbilder sollen schließlich nicht in fremde Hände gelangen. Aber was kann ich selbst machen, damit wirklich alles gelöscht wird? SWR3-Technikredakteur Josh Kochhann hat ein paar nützliche Tipps.

1. SIM-Karte aus dem Gerät nehmen

Die SIM-Karte entnehmen und je nach Tarif an den Mobilfunkprovider zurückschicken. Dem gehört nämlich ganz offiziell die Karte. Wurde die SIM-Karte schon mehrere Jahre nicht mehr benutzt oder hatte man einen Prepaid-Tarif, wollen die Provider die Karten in den seltensten Fällen zurück. Dann einfach die SIM-Karte mit einer Schere mehrmals durchschneiden. 

2. Speicherkarte nicht vergessen

Wenn noch eine Speicherkarte im Gerät war, solltet ihr diese ebenfalls entnehmen. Am Computer lässt sich der Inhalt überprüfen. Für ein sicheres Löschen der Speicherkarte gibt es spezielle Löschprogramme für PC oder MAC.

3. Accounts löschen

Bei älteren Smartphones solltet ihr zuerst sämtliche Konten für Email und Social Media manuell löschen. Das geht in der Systemsteuerung, meist unter „Apps“ oder „Konten“.

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4. Datenverschlüsselung aktivieren

Bei neueren Smartphones gibt es die Möglichkeit, dass man sein Telefon und sämtliche Daten verschlüsseln kann. Das kann man auch im Nachhinein machen. Einfach in der Systemsteuerung – meistens unter dem Menü-Punkt Sicherheit – diese Option aktiven. Und dann kann man nur mit der richtigen PIN-Nummer auf die Daten und das Telefon zugreifen 

Daten verschlüsseln bei Android-Smartphones

Ab Android 5.0 gibt es unter „Einstellungen/Sicherheit“ den Unterpunkt „Telefon verschlüsseln“. Damit werden sämtliche Daten im Speicher verschlüsselt und mit meiner PIN-Nummer verknüpft. Das bedeutet: Nur auf meinem Gerät und mit meiner PIN lassen sich die Daten öffnen. Diese Funktion lässt sich auch im Nachhinein aktivieren. Danach das Gerät „auf Werkseinstellungen zurücksetzen“. 

Screenshots von den Einstellungen eines Android Smartphones (Foto: SWR3)

Daten verschlüsseln bei iOS-Smartphones

Ab iOS 7 gibt es ebenfalls eine Verschlüsselung, die standardmäßig aktiviert ist. Datensicherheit ist logischerweise aber erst dann gegeben, wenn man den Zugriff auf das Smartphone auch mit einem Code oder seinem Fingerabdruck einschränkt.  

Bevor man sein iPhone löschen will, sollte man auch checken, ob die aktuellste iOS-Version installiert wurde (Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate). 

Die Funktion „Auf Werkseinstellungen zurücksetzen“ heißt bei Apple „Zurücksetzen“ und ist ebenfalls in den Einstellungen zu finden. Dort gibt es die Funktion „Alle Inhalte & Einstellungen löschen“. 

Screenshots aus den Einstellungen eines iOS Smartphones (Foto: SWR3)

Auf jeden Fall danach das komplette System auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Alternativ heißt die Funktion bei einigen Modellen auch „Telefon zurücksetzen“. 

5. Speicher überschreiben

Wer den Betriebssystem-Anbietern oder Apps nicht vertraut und wirklich 200-prozentig die Daten gelöscht haben will, kann diese einfache Möglichkeit nutzen: Den Speicher des Smartphones mit belanglosen Daten überschreiben. Hier der Experten-Tipp:

Die Videoaufnahme starten und das Gerät mit vollem Akku oder am angeschlossenen Netzteil in den Schrank legen. Je nach Größe des Speichers bricht die Aufnahme nach mehreren Stunden ab, wenn der Speicher voll ist. Anschließend das Gerät nochmal zurücksetzen und dann sind wirklich alle wichtigen Daten gelöscht. 

Im Google Play Store gibt es eine ganze Reihe von professionellen und zum Teil kostenlosen Löschprogrammen, wie zum Beispiel Secure WipeiShredder oder cb Eraser.

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