SWR3 Kurzmeldungen

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18. November 2017

Simbabwe: Tausende Protestieren gegen Mugabe

In Simbabwes Hauptstadt Harare haben zehntausende Menschen für den Rücktritt von Präsident Mugabe demonstriert. Mugabe regiert seit 37 Jahren in Simbabwe. Seit Mittwoch steht der 93-Jährige nach einem Militär-Putsch unter Hausarrest.

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18. November 2017

Rekord mit Ökostrom

In Deutschland gibt es einen Rekord beim Ökostrom. Der Energiekonzern Eon hat ausgerechnet, dass von Anfang des Jahres bis Mitte November so viel Strom aus Wasserkraft, Sonnen- und Windenergie kam wie noch nie – insgesamt rund 130 Milliarden Kilowattstunden. Das ist schon jetzt mehr als im gesamten letzten Jahr. Ein Grund für den Anstieg waren laut Eon die beiden letzten Herbststürme. Die hätten für neue Höchstwerte beim Strom aus Windkraft gesorgt. Außerdem schien vor allem im Süden deutlich häufiger die Sonne als letztes Jahr.

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18. November 2017

„Junge Leute brauchen Digitale Diät“

Junge Leute sollen öfter eine „Digitale Diät“ machen – und auch mal offline sein. Das fordert der Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowksi. Er ruft dazu auf, die Zeit der Menschen genauso zu schützen, wie die Privatsphäre. Hintergrund ist eine Aussage des früheren Facebook-Präsidenten Sean Parker, der gesagt hat: „Am Anfang aller sozialen Netzwerke habe die Frage gestanden, wie man möglichst viel Zeit der Nutzer beanspruchen könne.“

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18. November 2017

EU-Beitrittshilfen für die Türkei gekürzt

Die Europäische Union und das Europa-Parlament haben sich mit der Türkei beschäftigt. Sie haben in der Nacht beschlossen, dem Land die sogenannten Beitrittshilfen um gut 100 Millionen Euro zu kürzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits im Oktober kritisiert, dass in der Türkei nicht nur viele Deutsche verhaftet würden – der ganze Rechtsstaat bewege sich in die falsche Richtung. Die Türkei will der EU beitreten und bekommt deshalb wie jeder andere Kandidat auch, finanzielle Hilfen aus Brüssel. Mit dem Geld soll es den Beitrittskandidaten leichter gemacht werden, unter anderem ihre sozialen und wirtschaftlichen Standards an die EU anzupassen.

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18. November 2017

Behörden wollen besser mit Interpol kooperieren

Die Bundesregierung will türkische Oppositionelle offenbar besser davor schützen, von der türkischen Regierung verfolgt zu werden. Nach einem Bericht von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung will das Bundeskriminalamt dazu enger mit der internationalen Polizeiorganisation Interpol zusammenarbeiten. Es will Interpol künftig informieren, wenn es Zweifel daran gibt, dass die Fahndung nach einer bestimmten Person rechtmäßig ist. Hintergrund: Der türkischen Regierung ist es zuletzt mehrfach gelungen war, politische Gegner auf die Fahndungsliste der Organisation setzen zu lassen. Der kurdische Schriftsteller Selim Çürükkaya, der seit 20 Jahren in Hamburg lebt, hat beispielsweise erst vor kurzem erfahren, dass er auf der Interpol-Fahndungsliste steht. Interpol ist eine in internationale kriminalpolizeiliche Organisation.

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18. November 2017

Saudi-Arabien ruft Botschafter aus Berlin zurück

Saudi-Arabien hat seinen Botschafter aus Berlin nach Riad zurückgerufen. Grund sind Äußerungen von Außenminister Sigmar Gabriel (SPD). Er hatte die saudi-arabische Politik in der Libanon-Krise als Abenteurertum bezeichnet. Anlass für Gabriels Äußerung war der Fall des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri. Er ist Anfang des Monats mit der Begründung zurückgetreten, dass er Angst vor einem Attentat habe. Seitdem halten sich aber Gerüchte, dass er in Wirklichkeit von Saudi-Arabien zum Rücktritt gezwungen worden sei. Dabei habe der Machtkampf zwischen dem Königreich und dem Iran um die Vormachtstellung in der Region eine Rolle gespielt. Hariri ist nach Medienberichten am Samstagmorgen in Frankreich angekommen, um mit Präsident Emmanuel Macron zu sprechen.

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18. November 2017

Russen blockieren Giftgas-Ermittlungen in Syrien

Russland hat zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen weitere Ermittlungen zu mutmaßlichen Giftgasangriffen in Syrien blockiert. Damit ist Japan im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen damit gescheitert, den Auftrag für die Ermittlungen um einen Monat zu verlängern. Russland ist ein wichtiger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die UNO macht ihn für einen Giftgas-Angriff auf die Stadt Chan Schaichun Anfang April verantwortlich, bei der fast 100 Menschen getötet wurden.