SWR3 Kurzmeldungen

SWR3 Kurzmeldung; Foto: SWR3

20. Juli 2018

Attacke in Lübecker Linienbus

In Lübeck hat ein Mann am Freitagnachmittag in einem Linienbus Passagiere mit einer Stichwaffe angegriffen. Laut Polizei hat er acht Menschen verletzt, drei davon schwer. Die Lübecker Nachrichten berichten, der Mann habe mit einem Messer um sich gestochen. Der Polizei zufolge stand das am Nachmittag jedoch noch nicht fest. Der Tatverdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam. Fahrgäste sollen den Täter überwältigt haben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck der dpa. Auch einen verdächtigen Rucksack soll es geben. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht klar.

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20. Juli 2018

Rückrufaktion bei Ford: 190.000 Autos betroffen

Ford ruft 190.000 Autos zurück in die Werkstätten. Bei einigen Wagen könnte ein Teil der Kupplungsanlage brechen. Das kann im schlimmsten Fall zu Rauch und Feuer im Motorraum führen. Betroffen sind die Baureihen Focus, C-Max und Transit Connect. Erst vor zwei Tagen hatte Ford in den USA eine halbe Million Autos wegen Problemen bei der Automatik-Schaltung zurückrufen müssen.

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20. Juli 2018

Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind gestiegen

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind im ersten Halbjahr stark gestiegen. Dank der guten Konjunktur ist das Steueraufkommen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 7 Prozent auf 350 Milliarden Euro gewachsen. Das geht aus einem Bericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Die Steuerschätzung war von weniger Einnahmen ausgegangen. Deswegen weist der Bundeshaushalt jetzt einen Überschuss von 10 Milliarden Euro auf.

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20. Juli 2018

Maas fordert Zivilcourage gegenüber Rechten

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat die Menschen in Deutschland zu mehr Zivilcourage im Umgang mit Rechtspopulisten aufgefordert. Dazu gehöre es auch, sich einzumischen, wenn Diskussionen im Familien- und Freundeskreis abglitten, sagt er bei der Gedenkfeier zum Tag des gescheiterten Hitler-Attentats im Juli 1944. Es sei beschämend, wenn Menschen die Erinnerung an die NS-Zeit als Schuldkult abtäten und freie Medien als Lügenpresse diffamierten. Die Widerständler von 1944 hätten sich für ein einiges Europa eingesetzt, so Maas weiter. Das friedliche, geeinte Europa habe darin seine Wurzeln.

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20. Juli 2018

Trump droht mit US-Zöllen auf alle Importe aus China

US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, alle Importe aus China in die USA mit Strafzöllen zu belegen. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC sagte Trump wörtlich: „Ich bin bereit, bis 500 zu gehen!“ Damit bezieht er sich auf den Gesamtwert aller Einfuhren aus China – der lag im vergangenen bei gut 500 Milliarden Dollar. Der Handelsstreit zwischen den USA und China schaukelt sich seit Monaten hoch. Erst vor zehn Tagen hatte Trump angekündigt, dass ab September neue Strafzölle auf Güter im Wert von 200 Milliarden Dollar in Kraft treten. Der Konflikt schürt weltweit die Sorge vor einem Konjunktureinbruch.

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20. Juli 2018

NRW-Minister verteidigt Abschiebung von Sami A.

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) hat die möglicherweise rechtswidrige Abschiebung von Sami A. verteidigt. Zum Zeitpunkt der Abschiebung habe aus rechtlicher Sicht nichts entgegengestanden, sagte Stamp in einer Sondersitzung des Rechtsausschusses im Düsseldorfer Landtag. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte die geplante Abschiebung des mutmaßlichen Ex-Leibwächters Osama bin Ladens am Abend davor für rechtswidrig erklärt, weil dem Mann in Tunesien möglicherweise Folter droht. Diese Entscheidung war aber zu spät an das Ministerium geschickt worden. Stamp sagte, es sei unglücklich gelaufen, dass die Information nicht rechtzeitig vorgelegen habe. Die Grünen forderten am Morgen einen gesonderten Innenausschuss zu dieser und einer weiteren Abschiebung.

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20. Juli 2018

Merkel kritisiert Ton im Unionsstreit

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Ton im unionsinternen Streit über die Flüchtlingspolitik kritisiert. Die Tonalität sei teilweise sehr schroff gewesen, sagte Merkel in der traditionellen Sommer-Pressekonferenz, mit der sie sich in den Urlaub verabschiedet hat. Das habe Vertrauen gekostet und Politikverdruss erzeugt. Sie befürworte klar, dass Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden, so Merkel. Die Form, in der die Auseinandersetzung in der Union geführt worden sei, halte sie aber für verbesserungsfähig.
Merkel hat eingeräumt, dass die internationale Zusammenarbeit schwieriger geworden ist, seitdem Donald Trump US-Präsident ist. Der gewohnte Ordnungsrahmen stehe stark unter Druck. Trotzdem bleibe die Zusammenarbeit mit den USA für Deutschland zentral.