Die sozialen Netzwerke werden immer weiterentwickelt. Bei der Entwicklerkonferenz F8 hat Mark Zuckerberg jetzt vorgestellt, wie es bei Facebook weitergeht.

Laut Mark Zuckerberg wird gerade an einer neuen Plattform rund um die sogenannte erweiterte Realität – Augmented Reality – gearbeitet. Das erklärte der Facebook-Chef bei der Entwicklerkonferenz F8 im kalifornischen San José.

Mark Zuckerberg; Foto: dpa/picture-alliance

Facebook-Chef Mark Zuckerberg

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Neue Virtual-Reality-Welt

Vor rund 1.400 Zuschauern sagte Zuckerberg, dass dabei virtuelle Objekte in die reale Umgebung gesetzt werden. Entscheidendes Werkzeug dabei sei das Smartphone bzw. die Smartphone-Kamera. Laut Zuckerberg können dann normale Fotos umgewandelt und als 3D-Umgebung dargestellt werden.

Um das Prinzip zu veranschaulichen, wurde auch ein neues Spiel präsentiert. Dabei muss man kleine Angreifer auf dem Tisch mit der Hand verjagen. Bis die neue Technologie wirklich kommt, kann es allerdings noch ein bisschen dauern. Einen genauen Termin nannte Zuckerberg nicht, aber er versprach: „Wir fangen heute an, diese neue Plattform zu bauen.“

Messenger wird ausgebaut

Eine weitere Neuerung soll da schneller kommen. Facebook will den Messenger weiter ausbauen. Künftig sollen auch Unternehmen dort zu finden sein. Laut Facebook soll das in der Zukunft den Anruf bei der Kunden-Hotline ersetzten. Außerdem kommt ein neues Feature für Gruppen-Chats. Zum Start soll es zum Beispiel möglich sein, dass alle Chat-Teilnehmer zusammen eine Tischreservierung organisieren können.

Zuckerberg äußert sich zu Cleveland-Video

Überschattet wurde die Konferenz von den Ermittlungen rund um das Mordvideo von Cleveland. In der US-Stadt hatte ein Mann gefilmt, wie er jemanden umbringt und das Video dann auf Facebook gepostet. Der Mann tötete sich nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei selbst.

Zuckerberg äußerte sich zum ersten Mal zu dem Vorfall. „Wir werden alles tun, um solche Tragödien künftig zu verhindern“, sagte er. Den Angehörigen des Opfers sprach Zuckerberg sein Mitgefühl aus.

Wie künftig verhindern?

Wie in Zukunft solche Videos von Facebook ferngehalten werden sollen, erklärte Zuckerberg nicht. ARD-Korrespondentin Nicole Markwald berichtet in einem SWR-Interview allerdings von einem weiteren Statement der Plattform, das gerade herausgegeben wurde. Darin heißt es, dass man künftig mehr mit künstlicher Intelligenz arbeiten wolle, um Videos zu überprüfen. Außerdem soll die Meldefunktion für bedenkliche Inhalte verbessert werden.