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Politiker reden. Klimaexperten präsentieren. Und Greta überzeugt. Die schwedische Schülerin setzt sich für den Klimaschutz ein und schwänzt dafür auch mal die Schule. Deswegen wurde sie zur Klimakonferenz nach Polen eingeladen.

„Ich gehe gerne zur Schule.“ Sie mag den Unterricht, sagt die 15-jährige Schwedin, die ein bisschen jünger wirkt und ein wenig eingeschüchtert von der großen Bühne bei der Welt-Klimakonferenz in Kattowitz. Greta hat lange dunkle Zöpfe, ein rundes Gesicht und eine leise Stimme. Aber sie ist eine starke Persönlichkeit. Und eine Stimme ihrer Generation:

Wir müssen erst einmal begreifen, was die älteren Generationen uns angetan haben. Was für ein Chaos sie da angerichtet haben. Und dann müssen WIR wieder sauber machen und damit leben.

Greta Thunberg

Greta Thunberg; Foto: dpa/picture-alliance

„Schulstreik fürs Klima“

dpa/picture-alliance

Ihre Protestaktion „Schulstreik fürs Klima“

Ernst wirkt sie und auf ihre Art entschieden. Mit sieben oder acht habe sie verstanden, was da abläuft, erzählt sie und dann angefangen Strom zu sparen, die Lichter auszuschalten und so. Aber das genüge nicht. Deshalb hat sie nach den Sommerferien mit dem Schulstreik angefangen. Stand tagelang mit Transparenten vor dem schwedischen Parlament. Einfach abwarten ist für sie einfach keine Lösung.

Selbst wenn es keine Hoffnung gibt, müssen wir etwas tun. Keine Hoffnung haben, ist keine Entschuldigung, Was wir noch mehr brauchen als Hoffnung ist Action. Wenn wir erstmal anfangen etwas zu tun, dann gibt es auch Hoffnung.

Greta Thunberg

Immer noch – aber nur freitags – geht sie demonstrieren statt in die Schule. Junge Menschen weltweit haben ihr Vorbild aufgegriffen. In Australien haben tausende Schüler so wie sie für eine entschiedenen Klimaschutz protestiert.

Greta Thunbergs komplette Rede bei der UN-Klimakonferenz

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Greta ist über die sozialen Medien weltbekannt geworden. Und ihre Hartnäckigkeit hat ihr eine Einladung zur Klimakonferenz in Kattowitz eingebracht. Direkt zum Gespräch mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Dem dürfte die Botschaft nicht nur gefallen haben:

Ich will die Führer der Welt nicht um unsere Zukunft anbetteln. Ich will ihnen sagen, dass der Klimawandel kommt, ob sie das mögen oder nicht. Und ich bitte stattdessen die Menschen zu erkennen, dass unsere Führungen versagt haben. Ich bitte keinen Staatsmann mehr um irgendetwas, weil sie uns sowieso nicht beachten und immer weiter ignorieren.

Greta Thunberg

Trotzig in der Aussage, verhalten im Ton, klagt die junge Frau an.