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AUTOR/IN
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Er ist lebensgefährlich verletzt – aber lebendig. Die Retter mussten eine hochkomplizierte Kletteraktion absolvieren, um den jungen Mann zu bergen.

Immer wieder haben Bergwanderer bei ihrem oft nicht ungefährlichen Hobby schlimmes Pech oder auch riesiges Glück. Am Samstag hat ein 18-jähriger Wanderer aus Niederbayern einen Sturz aus einer Höhe von über 60 Metern überlebt – allerdings mit lebensbedrohlichen Verletzungen.

18-Jähriger stürzt aus 60 bis 80 Metern ab

Der junge Mann war nach Angaben der Polizei am Jenner in den Berchtesgadener Alpen unterwegs gewesen, als er aus noch ungeklärten Gründen 60 bis 80 Meter in die Tiefe stürzte und in einem Bach zum Liegen kam.

Mit lebensbedrohlichen Verletzungen hat ein 18-jähriger Wanderer aus #Niederbayern einen Sturz aus einer Höhe von rund 80 Metern überlebt. Der Mann war in den Berchtesgadener Alpen unterwegs, als er stürzte. #Unfall #Bergunfall #Bergrettung ⬇️ https://t.co/VzYHyMSeBW

Laut einer Mitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes war er mit einem gleichaltrigen Begleiter gewandert, der umgehend den Notruf verständigte.

Komplizierte Kletteraktion um Wanderer zu bergen

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, gestaltete sich die Rettung kompliziert: Demnach setzte ein Rettungshubschrauber einen Bergretter oberhalb der Unglücksstelle ab. Der Retter seilte sich dann gut 30 Höhenmeter durch den Hang und weitere 20 Meter über eine Felswand ab.

18-Jähriger lag 45 Minuten im eiskalten Wasser

Während er den 18-Jährigen untersuchte, brachte der Heli einen zweiten Bergretter mit Trage und setzte ihn per Winde direkt ins Bachbett ab. Etwa 45 Minuten lang hatte der Schwerverletzte da im eiskalten Wasser gelegen.

Da eine umfangreiche Versorgung in dem Bachbett nicht möglich war, lagerten die Retter den jungen Mann in die Trage um, transportieren ihn zu Fuß ein Stück auf eine Lichtung, nahmen ihn mit der Winde auf und flogen ihn zum Großparkplatz Königssee, wo bereits ein Rettungswagen und eine Notärztin bereitstanden. Anschließend wurde er wiederum mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus Traunstein gebracht.

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Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

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