Autor
Vanessa Valkovic
Vanessa Valkovic, SWR3; Foto: SWR
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Eine Schildkröte, eine Mission: Sich so oft fortpflanzen wie möglich. Diego hat seine Art vor dem Aussterben gerettet – fast im Alleingang.

Diego hat es geschafft – er hat seine Gattung vor dem Aussterben gerettet. Und das im stolzen Alter von hundert Jahren. Diego ist eine Riesenschildkröte.

Er war Teil eines Fortpflanzungsprogramms auf der Galápagos-Insel Santa Cruz. Der Schildkröten-Opa kommt eigentlich von der Galápagos-Insel Española. Dorthin wird er jetzt auch zurückkehren, denn seine Mission ist erfüllt: Sich so oft wie möglich fortzupflanzen.

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Population auf über 2.000 gesteigert

Diego wurde 1976 nach dreißig Jahren aus einem Zoo im US-amerikanischen San Diego auf die Insel Santa Cruz gebracht. Seine Leistungen dort gelten als besonders bemerkenswert: Nach Angaben des Nationalparks hatte Diego so viel Sex, dass er dazu beitrug, die Population auf über 2.000 Tiere zu steigern. Er soll Patriarch von etwa 40 Prozent der Bevölkerung sein – somit wäre Diego Vater von etwa 800 Schildkröten.

Damit habe er einen sehr großen Beitrag dafür geleistet, dass seine Gattung nicht ausstirbt. Jetzt darf er wieder nach Hause.

Diego darf wieder nach Hause

Der Schildkröten-Koloss ist rund 80 Kilogramm schwer, knapp 90 Zentimeter lang und 1,5 Meter groß, wenn er seine Beine uns seinen Hals streckt. Riesenschildkröten können fast 200 Jahre alt werden. Wahrscheinlich stehen dem umtriebigen Diego noch ein paar schöne Jahrzehnte auf seiner Heimatinsel bevor.