Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Ein 34-jähriger Mann hat sich mit gleich 20 Streifenwagen eine wilde Verfolgungsjagd über mehrere Autobahnen in Baden-Württemberg geliefert – letztendlich haben ihn die Beamten aber doch geschnappt. Geflohen war er wegen eines Unfalls.

Alles begann mit einem Zusammenstoß des Wagens des 34-Jährigen und einem anderen Auto auf der A5 bei Bruchsal Richtung Süden. Daraufhin sei er einfach weitergefahren – in Richtung A8. Das hat die Polizei mitgeteilt. Außerdem haben die Beamten gesagt, der 34-Jährige habe keinen Führerschein.

Polizei bedeutet dem Flüchtigen zu stoppen – tut er aber nicht

Auf der A8 holte ihn dann zwar ein Streifenwagen ein, aber auch die Stoppsignale der Polizei ignorierte der Mann. Anschließend fuhr er dann auf einem Standstreifen mehrere Warnbaken um, deren Trümmer gegen ein Wohnwagengespann geschleudert wurden. Aber auch dieser zweite Unfall bewegte ihn offensichtlich nicht dazu, seinen Wagen anzuhalten. Daraufhin raste der Mann weiter auf dem Standstreifen – mit einem Tempo von bis zu 180 Stundenkilometern.

Schließlich verlor er die Kontrolle über seinen Wagen

Verfolgungsjagd A5 A6 A8; Foto: picture alliance/Aaron Klewer/Einsatz-Report24/dpa

So endete die Verfolgungsjagd für den Mann: auf dem Dach des eigenen Autos.

picture alliance/Aaron Klewer/Einsatz-Report24/dpa

An einem Autobahnkreuz auf der A6 verlor der Mann dann schließlich die Kontrolle über sein Fahrzeug, überschlug sich und kam auf dem Dach zum Stehen. Dabei verletzte er sich leicht – konnte aber noch aus dem Auto klettern. Bei der anschließenden Festnahme leistete er sogar noch Widerstand.

Der Sachschaden wird auf mehr als 10.000 Euro beziffert. Insgesamt haben den Mann rund 20 Streifenwagen verfolgt, sagt die Polizei.

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