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Franziska Thees
Franziska Thees (Foto: SWR3)

Ab Donnerstag ist Schluss mit dem 9-Euro-Ticket. Am Samstag gab es einen bundesweiten Aktionstag zur Fortführung des 9-Euro-Tickets. Bahnmitarbeiter waren dort wohl nicht anzutreffen.

Manche Reisende erzählen, sie mussten einen Regionalzug verlassen, weil es zu voll war, andere berichten, sie kamen problemlos endlich für kleines Geld an andere Orte. Das 9-Euro-Ticket sorgt in jedem Fall für hitzige Debatten und nahezu jeder von uns hat eine Geschichte dazu.

Auch die, die das Ganze jeden Tag miterlebten: die Bahnangestellten. Wie erging es denen? Das hier sind klare Worte:

Die Bahnbeschäftigten sind am Ende und machen drei Kreuze am 31. August, wenn das Ticket ausläuft.

9-Euro-Ticket: „Personal und Material durch den Ansturm überlastet“

Die meisten Bahnbeschäftigten sind nach Darstellung von Burkert froh über das Ende des 9-Euro-Tickets. Es sei zwar ein Erfolg gewesen, und „wir wollen einen deutlichen Ausbau des Nahverkehrs mit günstigen Preisen“, betonte Burkert. Aber: Bevor es eine Nachfolgelösung für das 9-Euro-Ticket gebe, müsse es eine Umsetzungskommission unter Beteiligung der Arbeitnehmervertreter geben. Heißt: Es muss einen durchdachten Plan geben. Personal und Material seien durch den Ansturm überlastet.

SWR3-Reporter Arne Wiechern berichtet:

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Nachrichten Bahnbeschäftigte froh über Ende des 9-Euro-Tickets

Dauer

Bahnbeschäftigte froh über Ende des 9-Euro-Tickets

9-Euro-Ticket: Bundesweiter Aktionstag, auch in Stuttgart und Mainz

Die Initiative „9-Euro-Ticket weiterfahren“ rief am Samstag zu bundesweiten Protesten für ein dauerhaftes bundesweites Nahverkehrs-Ticket auf.

Knapp 150 Menschen haben in Mainz demonstriert. Die Auftaktveranstaltung und der anschließende Demo-Zug durch die Innenstadt seien problemlos verlaufen, sagte die Polizei am Nachmittag. Angemeldet war die Demo für 500 Personen.

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„9-Euro-Ticket Chance für soziale Gerechtigkeit“

Mainz

Etwa 150 Teilnehmer Demo in Mainz für Verlängerung des 9-Euro-Ticket

Nur noch wenige Tag gilt das günstige 9-Euro-Ticket. In Mainz haben Menschen für eine Verlängerung demonstriert.

In Mainz wurde die Aktion organisiert von einem Bündnis mehrerer Umweltgruppen und Parteien. Dazu gehörten Fridays for Future, verschiedene Naturschutzverbände wie Greenpeace und BUND sowie die Jugendorganisationen von Grünen, SPD und Linke. Das 9-Euro-Ticket sei eine Chance für mehr Klimaschutz und mehr soziale Gerechtigkeit, hieß es in dem Aufruf der Veranstalter.

Schon am Freitag gab es Veranstaltungen zum Erhalt des Tickets, wie hier in Berlin:

In mehreren Städten haben wir heute gefordert, dass das #9EuroTicketBleibt 🚍🥳 Was die Reisenden über das #9EuroTicket denken, haben wir heute am Berliner Hauptbahnhof gefragt. Im Video gibt's einige Antworten! https://t.co/ajI2YjedCo

Karte zeigt euch, wo sich das Ticket lohnt Finanzierung des 49-Euro-Tickets steht – Starttermin noch nicht

Bund und Länder haben sich geeinigt, wie das sogenannte Deutschlandticket finanziert werden soll. Jetzt soll es auch „zügig“ kommen, sagt der Bundeskanzler.

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Auch in Freiburg, Titisee-Neustadt, Stuttgart und Karlsruhe fanden Kundgebungen statt.

Unsere Quellen

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Gewerkschaften sind Vereinigungen von und für Arbeitnehmer, die die Interessen ihrer Mitglieder - auch Gewerkschafter genannt - vertreten. Sie setzen sich zum Beispiel für Verbesserungen am Arbeitsplatz oder für Änderungen an Tarifverträgen ein. Manchmal kommt es bei solchen Verhandlungen mit den Chefs der Unternehmen auch zu Streiks. Bekannte Gewerkschaften sind IG Metall, Verdi oder GEW.

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

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