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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Sommerferienbeginn in Nordrhein-Westfalen und in den Niederlanden trifft auf Fahrverbote in Tirol und im Salzburger Land. Zur großen Überraschung ist das große Verkehrschaos ausgeblieben.

Das befürchtete Verkehrschaos auf den Strecken Richtung Nord- und Ostsee und Richtung Süden ist ausgeblieben. Zwar waren am Samstag die Autobahnen recht voll, ganz so schlimm wie erwartet war der Ferienverkehr aber nicht.

Auf der A8 südlich von München standen die Urlauber am Samstagnachmittag auf einer Strecke von mehr als 30 Kilometern Stoßstange an Stoßstange. Das war aber auch der größte Stau. Ein ADAC-Sprecher sagte: „In der Summe stockte es öfter - das kosteteÜber Zeit“.

Angespannte Ruhe im Norden

Reisewochenende; Foto: picture alliance/Peter Steffen/dpa

Volle Straßen aber kaum Staus in Norddeutschland

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Richtung Norden war es unerwartet ruhig: „Wir haben es schlimmer erwartet“, sagte ein Polizist der Autobahnpolizei Garbsen. Es sei viel los gewesen in Niedersachsen, längere Staus habe es aber nicht gegeben. In Nordrhein-Westfalen, wo am Freitag die Sommerferien losgegangen sind, gab es kaum Staus.

Auch die Bahn hatte nichts besonderes zu melden: „Im Fernverkehr läuft alles stabil“, sagte ein Sprecher. Lediglich zwischen Essen und Düsseldorf habe es Behinderungen gegeben. Dort werden zur Zeit die Gleise saniert.

Am Frankfurter Flughafen brauchten die Reisenden am Samstag etwas mehr Zeit. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, dass es an einem Terminal zu längeren Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen gekommen sei. Dort hätten die Passagiere bis zu einer Stunde warten müssen.

Keine Behinderungen in Österreich

Das befürchtete Verkehrschaos in Österreich ist auch ausgeblieben: „Es ist ein stärkeres Reisewochenende erwartet worden“, sagte ein Sprecher der Tiroler Polizei. Und das obwohl die österreichischen Bundesländer Tirol und das Salzburger Land an den Wochenenden die typischen Ausweichrouten gesperrt haben.

Alle deutschen Bundesländer bis auf Baden-Württemberg und Bayern haben jetzt Ferien. Deshalb rechnet der ADAC auch in den kommenden Wochen mit viel Reiseverkehr. „Die nächsten Wochenenden werden ähnlich. Bald starten Bayern und Baden-Württemberg in die Sommerferien und bei den anderen Bundesländern geht die Rückreise los.“ Erst ab Mitte August sollen die Blechlawinen auf den Straßen dann weniger werden.

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