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Auch die Städte Köln und Bonn müssen Fahrverbote für ältere Diesel-Fahrzeuge verhängen - und zwar ab April kommenden Jahres. Das hat das Kölner Verwaltungsgericht entschieden.

Mit Köln und Bonn wird es in den nächsten zwei großen deutschen Städten eng für Besitzer von älteren Dieselautos. Das Verwaltungsgericht Köln hat am Donnerstag entschieden, dass beide Städte Fahrverbote ab April 2019 einführen müssen.

Stau in Köln; Foto: dpa/picture-alliance

Für Besitzer ältere Diesel müssen in Köln wohl bald auf den ÖPNV umsteigen.

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Auf Kölner Autofahrer, die einen Euro-4- oder Euro-5-Diesel besitzen, kommen ab dem kommenden Jahr weitreichende Einschränkungen zu.

Die Domstadt muss in den bestehenden grünen Umweltzonen zunächst ein Fahrverbot für Euro-4-Diesel einführen. Ab September 2019 muss das Verbot auf Euro-5-Diesel ausgeweitet werden.

Zu viel Stickstoffdioxid

Grund für die weitreichende Maßnahme ist eine erhebliche Überschreitung der Stickstoffdioxidgrenzwerte: In Köln lagen sie im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 62 Mikrogramm. Erlaubt sind 40.

In Bonn lag der Wert bei 47 Mikrogramm. Deswegen fallen die Fahrverbote dort weniger umfangreich aus. Auf zwei vielbefahrenen Straßen müssen sie für Autos mit älteren Dieselmotoren angeordnet werden. So sollen die Grenzwerte für Stickstoffdioxid künftig eingehalten werden.

Neun Jahre lang ist nichts passiert

In der Verhandlung argumentierte der vorsitzende Richter Michael Huschens damit, dass die Grenzwerte bereits seit 2010 gelten. „Das Kind liegt seit neun Jahren im Brunnen“, sagte er. Und je länger das Kind im Brunnen liege, desto härter müssten die Maßnahmen sein, erklärte der Richter.

Jürgen Resch, Geschäftsführer der deutschen Umwelthilfe; Foto: dpa/picture-alliance

Der Chef der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch

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Geklagt hatte – wie schon in vielen anderen Städten – die Deutsche Umwelthilfe. Gegen das Urteil für Köln und Bonn ist noch Berufung möglich.

Gerichte urteilten bereits, dass unter anderem Stuttgart, Aachen, Frankfurt und Berlin Fahrverbote anordnen müssen, sofern sich die Luftqualität nicht anders verbessern lässt.

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Mario Demuth
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SWR3