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Susanne de los Santos
Susanne de los Santos, SWR3; Foto: SWR3
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Amazons Sprachassistentin Alexa als Zeugin in einem Mordfall? Das könnte bald passieren. Der smarte Lautsprecher soll sich nämlich am Tatort eines Mordes befunden haben.

36-Jähriger soll zwei Frauen ermordet haben

Wie lokale Medien berichten geht es um einen mutmaßlichen Doppelmord. Zwei Frauen sollen demnach Ende Januar 2017 gewaltsam getötet worden sein. Es seien mehrere Messerstiche nachgewiesen worden, außerdem Spuren anderer Gewaltanwendung.

Das Gericht im US-Bundesstaat New Hampshire vermutet, dass eine der Frauen zu Hause in ihrer Küche umgebracht wurde. Dort soll sich zu diesem Zeitpunkt auch der Alexa-Lautsprecher befunden haben. Der mutmaßliche Haupttäter ist ein 36-Jähriger. Er streitet die Tat ab. Im Mai 2019 soll der Prozess gegen ihn beginnen.


Was weiß Alexa?

Das Gericht fordert von Amazon, die Ton-Aufnahmen, die Alexa gemacht hat, herauszugeben. Außerdem wollen die Ermittler wissen, welche mobilen Geräte zum Zeitpunkt des Mordes mit dem Lautsprecher verbunden gewesen sind. Amazon weigert sich bislang, die Daten herauszugeben.

Möglicherweise gibt der Online-Händler aber nach – wie schon 2017. Da wurden nämlich schon mal Daten von Alexa für Mordermittlungen in den USA ausgewertet. Auch da hatte sich Amazon erst geweigert.


Echo-Lautsprecher lässt sich mit Sprachbefehlen steuern

Der Echo-Lautsprecher hat mehrere Mikrofone, die darauf warten, dass das Schlüsselwort „Alexa“ fällt. Erst dann aktiviert sich das Gerät und schickt die Sprachbefehle zur Verarbeitung in die Cloud weiter. Echo und die kleinere Variante Dot können auf Zuruf Aufgaben erledigen, etwa einen Wecker stellen, eine Einkaufsliste ergänzen oder Fragen beantworten.