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Alexander Gerst hat am Karlsruher Institut für Technologie die Ehrendoktorwürde erhalten. Über seine Sicht auf die Erde sagte er nicht nur einen sehr wichtigen Satz.

„Astro-Alex“ hat mit seinen Aussagen über die Erde schon so manches Mal die Menschen zum Nachdenken gebracht. Jetzt hat er dafür plädiert, dass jede und jeder einmal unseren Planeten aus dem All sehen können sollte. „Mein Wunsch wäre, dass jeder einmal diesen Blick sehen könnte, von außen auf die Erde“, sagte er in Karlsruhe.

Ehrendoktorwürde für Motivation und Vorbildcharakter

Hier, am Institut für Technologie (KIT), wurde Alexander Gerst die Ehrendoktorwürde überreicht. Ein Heimspiel für den ersten deutschen Kommandanten der ISS: 2003 hatte er dort sein Diplom in Geophysik gemacht. Damals noch an der Uni Karlsruhe, dem Vorgänger des KIT.

Der Präsident Holger Hanselka begründete die Auszeichnung so: Gerst sei Vorbild und Motivation für Studierende und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Aber auch für alle anderen, wenn es darum gehe, über Grenzen hinweg zu denken, sich von Neugier treiben zu lassen und dabei Lösungen für drängende Zukunftsfragen zu entwickeln.

Gerst: Die Erde ist zerbrechlich

Alexander Gerst hielt zum Dank einen rund einstündigen Vortrag mit vielen Bildern aus dem Weltraum und von der ISS. Er beantwortete auch Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer im Hörsaal. Und er sprach über seine Sicht auf die Erde:

Wir leben in einer immer komplexer werdenden Welt mit immer knapper werdenden Ressourcen. Auf meinen Missionen konnte ich einen Blick von außen auf unsere Erde werfen und sehen, wie zerbrechlich sie ist.

Und er ergänzte, die Menschen würden sich anders Gedanken über das Alltagsleben machen, wenn sie die Erde einmal von oben gesehen hätten. Gerst hatte schon während seiner Mission stetig Bilder aus dem All gepostet und auch Videos aufgenommen, in denen er darauf hinwies, wie wichtig es sei, die Erde zu schützen.

Autor
SWR3