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Millionen Autofahrer in Deutschland haben ihn noch – den alten Papier-Führerschein. Aber er ist ein Auslaufmodell und muss gegen Plastikkärtchen getauscht werden. Und selbst die müssen zum großen Teil erneuert werden. Nur: Wie läuft das am besten ohne Chaos?

Der Bundesrat hat am Freitag einen Stufenplan beschlossen. Das genaue Prozedere für den massenhaften Umtausch. Denn bis spätestens zum 19. Januar 2033 müssen alle sogenannten „Lappen“ gegen die Plastikkärtchen in einheitlichem und fälschungssicherem EU-Standard umgetauscht sein.

Und – jetzt wirds kompliziert – selbst die Kärtchen sollen gestaffelt erneuert werden. Das betrifft alle Scheckkarten-Führerscheine, die bis 2013 ausgegeben wurden. Insgesamt haben fast 40 Millionen Deutsche im Moment eine gültige Fahrerlaubnis.

Tausch in Stufen

Der Verkehrsausschuss hat zum großen Umtausch ein Konzept vorgelegt. Er soll in vielen verschiedenen Stufen mit verschiedenen Fristen ablaufen und baldmöglichst starten – damit es nicht kurz vor knapp in 2032 einen Massenansturm bei den Behörden vor Ort gibt. Je nach Ausstellungsdatum des alten Führerscheines und Geburtsjahr der Besitzer hätten die dann zwischen 3 und 13 Jahren Zeit, ihre Fahrerlaubnis umzutauschen.

25 Euro und ein Foto

Der 19. Januar 2013 ist in dem Umtauschplan ein magisches Datum: Denn alle, die ab dann ihren Führerschein bekommen haben, sind nicht vom Staffel-Umtausch betroffen, sondern müssen sowieso pauschal nach 15 Jahren wieder zur Behörde. Es muss aber keiner eine neue Fahrprüfung ablegen, nötig ist nur ein aktuelles biometrisches Passbild. Und man muss rund 25 Euro zahlen.

Der Lappen muss weg; Foto: dpa/picture-alliance

Eine landesweit gültige Fahrerlaubnis gibt es in Deutschland seit 1909

dpa/picture-alliance