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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Viele Bankkunden müssen sich umstellen: Online-Überweisungen funktionieren mit den alten Listen nicht mehr. Es gibt aber Alternativen – und die bieten mehr Sicherheit als Papier.

Es klingt schon so kompliziert: Ab Samstag gilt die „starke Kundenauthentifizierung“ für Online-Bankgeschäfte. Damit sind die TAN-Listen aus Papier Geschichte – viel zu unsicher, sagen Experten.

Überweisungen per Home-Banking werden damit etwas komplizierter aber eben auch sicherer. Ab Samstag muss jeder Kunde seine Identität in jedem Fall mit zwei voneinander unabhängigen Komponenten nachweisen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung nötig

SMS-TAN; Foto: picture alliance / Lino Mirgeler / dpa

Viele Banken bieten auch TANs per SMS an

picture alliance / Lino Mirgeler / dpa

Um eine Überweisung online freizugeben, braucht man in Zukunft zum einen die Geheimnummer (PIN), um sich ins Konto einzuloggen. Zum anderen dann eine gültige Transaktionsnummer (TAN) – die schicken viele Banken zum Beispiel per SMS auf das Smartphone.

Vielen Banken bieten auch ein „PhotoTAN“-Verfahren an. Dabei erscheint im Online-Banking ein Barcode. Von dem müssen die Kunden ein Foto machen, dann wird eine TAN generiert und die Überweisung wird abgeschlossen.

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iTAN-Verfahren nach EU-Recht nicht mehr erlaubt

Mit den ausgedruckten TAN-Listen ist dann Schluss. Die Banken dürfen das iTAN-Verfahren nicht mehr anbieten, das verbietet das neue EU-Recht. Hintergrund: TANs müssen in Zukunft dynamisch generiert werden – das ist mit ausgedruckten Zahlenfolgen nicht möglich.

Die europäische Zahlungsdiensterichtlinie, in der das alles geregelt ist, bricht zudem das Monopol der Banken beim Zugriff auf Kontodaten. Sie müssen in Zukunft auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups den Zugriff auf Kunden-Daten gewähren. Die Zustimmung der Kunden vorausgesetzt, könnten die Start-Ups dann ihre Dienstleistungen anbieten.

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