Die beiden Bergsteiger, die bei einer Gipfelbesteigung am Mont Blanc erfroren sind, kamen aus dem Raum Lahr. Sie hatten den schwierigen Weg über den Teufelsgrat gewählt.

Die Hochgebirgsgendarmerie der französischen Gemeinde Chamonix am Montblanc hat dem SWR bestätigt, dass die beiden Männer aus dem Raum Lahr (Ortenaukreis) waren. Ihre Leichen wurden am Mittwoch geborgen, sie starben an Unterkühlung.

Anspruchsvolle Route über den Teufelsgrat

Beide waren Brüder und sollen erfahrene Bergsteiger gewesen sein, heißt es. Sie waren wohl regelmäßig auch im hochalpinen Gelände unterwegs – und wollten jetzt den Gipfel des höchsten Berges der Alpen besteigen.

Am frühen Montagmorgen waren sie von einer Schutzhütte aus aufgebrochen – da war das Wetter noch gut. Sie wählten laut Gendarmerie die schwierige Route über den sogenannten Teufelsgrat, für die besonders gute Wetterbedingungen notwendig sind. Die fünf Türme des Grats sind alle mehr als 4.000 Meter hoch.

Plötzlich kam doch schlechtes Wetter auf

Am Montagabend dann soll das Wetter aber schlechter geworden sein. Am Berg ist das ein besonders schlechtes Zeichen. Wer einmal losgegangen ist, kann oft nicht einfach zurückkehren. Die beiden Männer waren von anderen Bergsteigern zuletzt gegen 14 Uhr gesichtet worden. Was genau ihnen passiert ist, weiß niemand.

Anscheinend haben sie aber länger gebraucht als üblich. Angehörige alarmierten am Dienstagabend dann die Bergwacht.