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Kerstin Welter
Kerstin Welter; Foto: Kerstin Welter
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Herbert Grönemeyer ist nicht dafür bekannt, dass er mit seiner politischen Meinung hinterm Berg hält. Bei einem Konzert in Wien brüllt er sie förmlich heraus – und löst damit eine Debatte über den Ton von Rechten und Linken aus.

Es geschah in Wien, bei einem Konzert zu Grönemeyers neuem Album „Tumult“. Und – wie der Name fast ahnen lässt – der 63-Jährige singt nicht nur, er äußert sich während der Tour auch zu den Themen, die ihm am Herzen liegen. Schon mehrfach hat er sich offen und kompromisslos gegen Rechts positioniert, in Wien ruft er seinen Fans entgegen: „Keinen Millimeter nach rechts! Keinen einzigen Millimeter nach rechts!“

Dieser Aufruf verbreitet sich sofort in den sozialen Medien. Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) teilt ihn – als Unterstützung für Grönemeyer.

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Der Außenminister solidaridiert sich, die AfD ist empört

Denn der Auftritt sorgt für eine Menge verbalen Zündstoff bei Usern und auch Politikern: Es geht um die Frage, ob die Wortwahl und vor allem der Ton des Deutschpop-Stars angemessen war. Grönemeyer brüllt seinen Appell gegen rechtes Gedankengut, Hass und Ausgrenzung heraus. Aber ein Satz wie „Dann liegt es an uns zu diktieren, wie ne Gesellschaft auszusehen hat“ ist für viele in der Lautstärke too much.

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Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende ihrer Fraktion im Bundestag und selbst oft wegen ihrer Statements heftig kritisiert, empört sich:

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Und selbst klar politisch links positionierte Menschen, wie der Autor Bernd Stegemann, der die linke Sammlungsbewegung Aufstehen unterstützt, zeigt sich erschrocken und kündigt später einen längeren Text zu seinem „Unbehagen über den Auftritt“ an.

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Bisher kein Kommentar von Grönemeyer

Auch inhaltlich gibt es Kritik am Sänger, der selbst die meiste Zeit mit seiner Familie in London lebt und – so sagen manche User – gar nicht richtig wisse, was hier vor sich gehe. Herbert Grönemeyer selbst hat sich zum aktuellen Debattensturm nicht geäußert, auf seinem Twitter-Account steht aber schon seit Ende August ein Statement, mit dem er seine kompromisslose Haltung untermauert.

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Die Debatte läuft derweil weiter, jede Minute tropfen neue Stimmen auf Twitter dazu ein, empört, verteidigend, kritisch oder unterstützend. Und manche auch im Bemühen, die Emotionen etwas runter zu holen. Mit Humor versucht es zum Beispiel der Berliner Satiriker Shahak Shapira:

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Kerstin Welter
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SWR3