Autor
Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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In Mosbach hat sich ein Festbesucher das falsche Klo ausgesucht: Polizisten erwischten ihn dabei, wie er ihren Streifenwagen wässerte. Das hat für den Wildpinkler Folgen.

Eigentlich war es ein Routineeinsatz. Die Polizei in Mosbach musste ausrücken, weil es am Sonntagmorgen eine kleine Prügelei auf einem Fest gab, teilte die Polizei Heilbronn mit. Der Streit war schnell geschlichtet, die Polizisten wollten wieder abrücken.

Als sie zu ihrem Streifenwagen zurückkamen, erwischten sie einen 26-Jährigen, der seine Blase entleerte – ausgerechnet gegen eine Felge des Autos. Den verblüfften Beamten erklärte der Mann, dass er nicht bemerkt habe, dass er gegen einen Streifenwagen pinkle.

Wildpinkeln wird bestraft

Er erklärte sich bereit, die Felge des Streifenwagens zu putzen – das brachte ihm aber nichts. Denn Wildpinkeln ist in Deutschland verboten und zieht eine Anzeige nach sich. Zwar ist es keine Straftat, sondern „nur“ eine Ordnungswidrigkeit.

Das spielt letztlich aber keine Rolle, denn Wildpinkeln kann zum Beispiel in Kaiserslautern oder Stuttgart bis zu 5.000 Euro kosten. In ganz besonders schweren Fällen droht sogar bis zu einem Jahr Gefängnis.

Höhe des Bußgeldes unterschiedlich

Allerdings gibt es bei den Bußgeldern riesige Unterschiede. In Hannover liegt die Spanne nach Angaben der ARAG-Versicherung zwischen 5 und 5.000 Euro. In Görlitz dagegen zwischen 30 und 50 Euro. Letztlich entscheiden die Kommunen selbst, welches Bußgeld für Wildpinkler festgelegt wird.

Der Polizeiwagenpinkler bot den Polizisten zwar an, die Felge des Rads zu reinigen. Da er aber bei einer Ordnungswidrigkeit erwischt wurde, muss er jetzt trotzdem mit einer Anzeige rechnen. Allerdings wird es wohl nicht ganz so teuer für den 26-Jährigen: In Mosbach kostet „Urinieren in der Öffentlichkeit“ 50 Euro.


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