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Was kostet wohl ein kleines Stück aus einer anderen Welt? Das Auktionshaus Sotheby's versteigerte am Donnerstag drei kleine Teile vom Mond – oder eher drei kleine Krümel.

Das Auktionshaus Sotheby's ist berüchtigt für verrückte Versteigerungen: Zuerst wurde ein Kunstwerk versteigert, welches sich nach der Auktion selbst zerstört – Der Käufer hatte für 1,2 Millionen das mittlerweile berühmte zerschredderte Banksy-Bild erworben. Jetzt wurden drei kleine Krümel vom Mond zu einer hohen Summe versteigert.

Fast eine dreiviertel Millionen

Die Mondkrümel brachten eine hohe Summe ein: Für 855.000 Dollar, das entspricht etwa 752.000 Euro, gingen die Mondteilchen an einen privaten Sammler.

Die Mondkrümel gleichen Reiskörnern

Foto zeigt die versteigerten Mondstücke.; Foto: Imago stock & people

Die drei Mondstücke liegen in einer Glasvitrine. Mit einer Lupe kann man die Mondkrümel betrachten.

Imago stock & people

Die drei Mondteilchen sind in etwa so groß wie ein Reiskorn. Zusammen bringen sie 0,2 Gramm auf die Waage.

Aber sie sind sehr besonders, denn: Diese Krümel seien die einzigen Mondkörner, die es auf dieser Welt zu kaufen geben soll. Sie stammen aus einer anderen Welt, der Mondwelt – daher auch die hohe Summe. „Diese Probe ist die einzige, deren Herkunft lückenlos nachweisbar ist“, sagte Cassandra Hatton vom Auktionshaus Sotheby's. 

Wie kamen die Mondkörner auf die Erde?

Die Mondkörner kamen 1970 mit einer unbemannten sowjetischen Mission auf die Erde. Sie gingen an Sergej Pavlowitsch Koroljow, eine Privatperson. Dies berichtet die tagesschau. Koroljow war Chef des sowjetischen Mondprogramms und erhielt die Mondstücke als persönliche Auszeichnung. Nach seinem Tod versteigerte die Witwe Nina Koroljowa die drei einzigarten Körner – ebenfalls ins New York bei Sotheby's im Jahr 1993.

Damals lag der Schätzpreis bei 50.000 Dollar. Die Mondkrümel wurden aber deutlich höher versteigert, für 440.000 Dollar. Ein privater Sammler ersteigerte damals die Mondkörner – nun gingen sie wieder in privaten Besitz.