Autor
Christian Kreutzer
Christian Kreutzer, SWR3; Foto: SWR3
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Klimaschutz ist wohl das Thema des Jahres – wenn nicht vieler kommender Jahre. Um ihre Ökobilanz herauszustellen, färbt die Bahn jetzt die Seitenstreifen an den 280 ICEs um. Und vielleicht werden sogar die Tickets billiger.

Die Bahn will die Ökobilanz des Unternehmens angesichts der Klimaschutzdebatte künftig offensiver zur Schau stellen und verpasst der ICE-Flotte dafür einen neuen Anstrich: An den rund 280 ICE-Zügen des Konzerns soll der rote Streifen an den Wagen an der Spitze und am Ende des Zuges durch ein grünes Farbband ersetzt werden, wie die Bahn mitteilte. Ein ebenfalls in Grün gehaltenes Stecker-Symbol soll außerdem untermalen, „dass alle Fernverkehrszüge mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs sind“.

Werden die Fernverkehrstickets bald zehn Prozent billiger?

Mit der Designänderung solle die Rolle der Bahn als „Umweltvorreiter“ auf den Zügen sichtbar gemacht werden, erklärte der Konzern. „Wer echten Klimaschutz will, kommt an der Bahn nicht vorbei“, sagte der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU). „Der grüne ICE ist das richtige Signal zur richtigen Zeit.“

Ein aufwändig gestaltetes Werbevideo zur Umweltfreundlichkeit hat die Bahn auch schon produzieren lassen – wenn auch mit den alten roten ICE-Streifen. Eine Bahnfahrt wirkt da geradezu wie ein Outdoor-Trip:

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Wachstum erhofft sich die Bahn aber vor allem durch eine mögliche Senkung des Mehrwertsteuersatzes, die derzeit diskutiert wird – und über die nach Angaben der Bahn auch das Klimakabinett der Bundesregierung in der kommenden Woche berät. Finanzminister und Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) steht jedenfalls hinter dem Vorschlag.

Eine Reduzierung von 19 auf sieben Prozent auch für Fernverkehrstickets würde für Kunden "rechnerisch eine Preisreduzierung von zehn Prozent bedeuten", erklärte die Bahn. Konzernchef Richard Lutz kündigte an, der finanzielle Vorteil einer Mehrwertsteuersenkung werde "mit günstigeren Fahrpreisen" vollständig an die Kunden weitergeben.

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