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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Während in Australien ganze Landstriche verbrennen, Menschen und Tiere ums Leben kommen, dreht RTL dort ab Freitag das „Dschungelcamp“. Das sorgt für jede Menge Diskussion. Was sagst du dazu? Stimm' hier ab!

Seit Wochen wüten in Australien heftige Buschbrände. Eine Fläche, so groß wie Belgien ist verbrannt, Hunderte Millionen Tiere hatten keine Chance, vor den Flammen zu fliehen. Mitten in dieser Katastrophe hält der Fernsehsender aber daran fest, ab Freitag zwei Wochen lang das Dschungelcamp aus Australien zu senden.

Politiker gegen Dschungelcamp; Foto: picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa

SPD-Politiker Karl Lauterbach kritisiert das geplante RTL-Dschungelcamp

picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa

Das sorgt für viel Kritik. Unter anderem fordert der SPD-Bundestagspolitiker Karl Lauterbach, das Dschungelcamp für dieses Jahr abzublasen. „Ich finde es angemessen, während dieser Brände die Sendung Dschungelcamp, die ich persönlich aber auch grundsätzlich entbehren könnte, dort nicht weiter zu drehen“, sagte Lauterbach der Bild-Zeitung.

Auch das Netz kritisiert RTL

Lauterbach geht in seiner Kritik aber noch weiter: „Das Ganze erinnert an den Tanz auf dem Vulkan.“ Fernseh-Autor Micky Beisenherz, der im Moment mit dem Dschungel-Team in Australien ist, kann mit dieser Kritik nicht viel anfangen: Er konterte auf Lauterbachs Aussage, das ganze Leben sei ein Tanz auf dem Vulkan.

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Viele Twitter-User stehen aber hinter dem SPD-Mann: Sie prangern an, dass der Kölner Fernsehsender nur auf Quoten und Profit aus sei, während in Australien Feuerwehrleute unter Einsatz ihres Lebens die Brände bekämpften und viele Menschen um ihre Existenz bangen würden.

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Camp-Arzt Dr. Bob von Bränden betroffen

Kritik am Dschungelcamp; Foto: picture alliance/Stefan Menne/RTL/dpa

Moderieren das Dschungelcamp: Daniel Hartwich und Sonja Zietlow

picture alliance/Stefan Menne/RTL/dpa

Dass die Situation in Australien kritisch ist, will RTL nicht schönreden. Die Brände seien allerdings mehrere hundert Kilometer von dem Camp entfernt, teilte der Sender mit. „Es ist auch nahezu ausgeschlossen, dass die Brände das Gebiet des Dschungelcamps erreichen können“, sagte ein Sender-Sprecher. Die Show werde darum wie geplant stattfinden – nur eben ohne Lagerfeuer und ohne Kerzen.

Auch eines der prominenten Team-Mitglieder ist von den Buschfeuern betroffen: Camp-Arzt Dr. Bob. Bob McCarron lebt mehrere hundert Kilometer vom Camp entfernt, nahe an den Brandgebieten. Die Flammen kommen immer dichter an sein Haus heran, deswegen musste er es räumen: „Nun hoffen wir auf den richtigen Wind und dass die Feuerwehr das Schlimmste verhindern kann“.

Sender macht Zugeständnisse

Und auch der Fernsehsender selbst trifft Vorsichtsmaßnahmen: Die Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ finde dieses Jahr unter verschärften Sicherheitsbedingungen statt. Raucher dürften zum Beispiel nur in der Camp-Mitte rauchen, die Stummel müssen in eine verschließbare Box geworfen werden.

Außerdem verzichtet der Fernsehsender zum ersten Mal in der Geschichte der Sendung auf das Lagerfeuer in der Camp-Mitte. Stattdessen müssten die Camp-Bewohner ihr Essen auf Gasfeuer kochen, teilte der Fernsehsender mit.

Seit Oktober wüten die heftigen Buschfeuer schon in Australien. Insgesamt 24 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, tausende Häuser wurden zerstört. Bis Anfang Januar waren mehrere Millionen Hektar Land abgebrannt - insgesamt eine Fläche größer als Belgien.

Nicht alle Twitter-User gegen Dschungelcamp

So schlimm die Lage in Australien auch ist: Viele Twitter-Nutzer verstehen die Aufregung ums Dschungelcamp nicht. Denn: Auch wenn RTL dieses Jahr aussetzen würde, würden deswegen nicht weniger Feuer brennen und nicht weniger Tiere sterben, argumentieren viele.

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