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Mario Demuth
Mario Demuth, SWR3; Foto: SWR3
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Die Los Angeles Lakers haben mit einem bewegenden Abend an ihren Superstar Kobe Bryant und seine Tochter erinnert. Das Staples Center war ausverkauft. Nur zwei Plätze blieben leer – absichtlich.

Es war ein emotionaler und berührender Abend: Fünf Tage nach dem Tod von Basketball-Legende Kobe Bryant kehrten die Los Angeles Lakers aufs Spielfeld zurück. Die Partie gegen die Portland Trail Blazers stand ganz im Zeichen des verstorbenen Superstars, der auch den Spitznamen „Black Mamba“ hatte.

Lakers-Superstar LeBron James verlas die Namen der neun Toten des Hubschrauberabsturzes, bei dem auch der 41 Jahre alte Bryant und seine Tochter Gianna ums Leben kamen. Das Unglück ereignete sich Sonntag vor einer Woche in Südkalifornien.

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'Mamba Out'. Aber in unseren Worten: 'Nicht vergessen'. Lebe weiter, Bruder.

LeBron James

24,2 Sekunden Stille

Das erste Spiel der Lakers nach dem Unfall-Tod ihrer Legende wurde zur großen Gedenkveranstaltung. Boyz II Men sangen die amerikanische Nationalhyme a capella. Bryants Trikotnummern, die 8 und 24, standen dabei in Blumenform in der Mitte des Spielfelds. James und seine Teamkollegen weinten in tiefer Trauer.

Bild von US-Sänger Usher während seinen Auftritts bei der Tributveranstaltung der Los Angeles Lakers für ihren verstorbenen Superstar Kobe Bryant; Foto: Reuters

Usher während seines Auftritts vor dem ersten Spiel der Los Angeles Lakers nach dem Tod von Kobe Bryant.

Reuters

Usher stimmte das Gedenken vor dem Spiel mit dem Gospellied „Amazing Grace“ an. Dann wurde es nach der US-Hymne für genau 24,2 Sekunden still in der Halle.

Die 24 und die 2 wurden bewusst gewählt: Bryants Trikotnummer und die seiner 13-jährigen Tochter. Als Nachwuchsspielerin trug sie die 2.

In der Halbzeit traten der Rapper Wiz Khalifa und Sänger Charlie Puth auf und sangen „See You Again“.

Trikots und Rosen auf zwei leeren Plätzen

Während des Spiels riefen Lakers-Fans immer wieder Bryants Namen. Das Staples Center in Los Angeles war ausverkauft – bis auf zwei Plätze, die bewusst freigehalten wurden. Auf ihnen lagen Trikots mit den Nummern von Bryant und seiner Tochter und Rosen.

Die Witwe des ehemaligen NBA-Superstars, Vanessa Bryant, stellte in der Nacht zum Samstag ein Foto der geschmückten Plätze auf Instagram. Dazu schrieb die vierfache Mutter: „Es gibt keine #24 ohne #2“, versehen mit Herz-Emojis und mehreren Hashtags, darunter #OurAngels:

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Hubschrauber mit Kobe Bryant an Bord abgestürzt

Basketballer Kobe Bryant ist tot; Foto: picture alliance/Larry W. Smith/epa/dpa

Basketball-Star Kobe Bryant von den L.A. Lakers wurde nur 41 Jahre alt.

picture alliance/Larry W. Smith/epa/dpa

Der ehemalige Profi der Los Angeles Lakers kam bei einem Hubschrauberabsturz in Calabasas bei Los Angeles ums Leben. Mit ihm starben acht weitere Menschen – unter ihnen Kobes erst 13 Jahre alter Tochter Gianna Maria-Onore. Der Bürgermeister von Los Angeles, Garcetti, twitterte die traurige Nachricht: Basketball-Superstar Kobe Bryant ist tot.

Garcetti sprach Bryants Familie in seiner Botschaft sein Beileid aus. Innerhalb kürzester Zeit liefen die sozialen Medien über: Sportler, Prominente und Fans weltweit huldigten Bryant.

Kobe wird für immer im Herzen von Los Angeles weiterleben, und man wird sich durch alle Zeiten an ihn erinnern als einen unserer größten Helden.

Eric Garcetti, Bürgermeister von Los Angeles

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Unglück auf dem Weg zum Basketball

Mehrere US-Medien berichteten übereinstimmend, dass Bryant unter anderem mit seiner Tochter auf dem Weg zu einem Basketball-Turnier in Calabasas bei Los Angeles gewesen sei. Warum der Hubschrauber dann aber abstürzte, ist noch nicht klar.

Die Sikorsky S-76 war am Sonntagmorgen in Orange County, dem Wohnort von Bryant gestartet, dann aber über dem Gebiet von Calabasas abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Die Los Angeles Times schreibt, die städtische Polizei habe ihre Hubschrauber absichtlich am Boden gelassen, weil das neblige Wetter zum Fliegen zu gefährlich gewesen sei.

Foto-Strecke: Kobe Bryant ist tot

Basketballer Kobe Bryant is tot; Foto: picture alliance/Lenny Ignelzi/AP/dpa

Los Angeles Lakers-Gigant Kobe Bryant und seine Tochter Gianna sind bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen.

picture alliance/Lenny Ignelzi/AP/dpa

Promis weltweit trauern um Kobe

Die Ex-US-Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton kondolierten Bryants Ehefrau Vanessa und ihren Kindern. Amtsinhaber Donald Trump schrieb: „Das sind schreckliche Nachrichten.“ Bryant sei „einer der wahrhaft größten Basketballer aller Zeiten gewesen, und doch hatte sein Leben gerade erst begonnen“. Der Tod von Gianna, einer seiner vier Töchter, mache die Tragödie noch niederschmetternder.

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Einer der erfolgreichsten Basketball-Profis der Welt

Kobe Bryant, Spitzname „Black Mamba“, war einer der einflussreichsten Profis der Basketball-Geschichte. „Kobe bedeutet so viel für die Liga, für den Basketball weltweit“, schwärmte Dirk Nowitzki, als Bryant seine Karriere im April 2016 nach 20 Jahren in der NBA beendete. „Er war der Michael Jordan unserer Generation.“

Bryant wurde unter anderem 15-mal ins All-Star-Team der NBA gewählt, keinem anderen Spieler ist das so häufig gelungen. In einem Spiel 2006 erzielte Bryant 81 Punkte. Seine 33.643 Zähler in regulären Saisonspielen werden nur von Kareem Abdul-Jabbar, Karl Malone und LeBron James übertroffen.

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Verabschiedung erreicht Kult-Status

Nach seinem letzten Spiel 2016 verabschiedete sich Bryant mit den Worten „Mamba Out“ und legte danach das Hallenmikro nieder. Selbst der damalige US-Präsident Obama imitierte diesen Moment.

Die San Antonio Spurs und NBA-Meister Toronto Raptors ehrten Bryant in ihrem Spiel am Sonntag, indem sie zu Spielbeginn 24 Sekunden innehielten. In seiner Zeit bei den Lakers war die 24 Bryants Rückennummer gewesen.

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Mario Demuth
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Björn Widmann
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SWR3