Autor
Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger sagt leise „servus“: In einem sehr emotionalen Instagram-Post hat der Ex-Bayern-München-Spieler sein Karriereende erklärt.

Zwei Tage nach seinem letzten Spiel für den US-Fußball-Club Chicago Fire macht Schweini Schluss. „Ich danke euch und meinen Mannschaften FC Bayern, Manchester United, Chicago Fire und der deutschen Nationalmannschaft - ihr habt mir diese für mich so unglaubliche Zeit ermöglicht“, schrieb er. „Und natürlich danke ich meiner Frau Ana Ivanovic und meiner Familie für ihre Unterstützung.“

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Mit den Bayern wurde Schweinsteiger achtmal deutscher Meister und siebenmal DFB-Pokal-Sieger. 2013 holte er unter Trainer Jupp Heynckes mit den Münchnern das Triple, ein Jahr später triumphierte er mit der Nationalmannschaft im WM-Finale von Rio. In 121 Länderspielen erzielte Schweinsteiger 24 Tore, nach der WM 2014 war er bis zu seinem Abschied vom DFB-Trikot nach der EM 2016 Kapitän der Nationalmannschaft.

Chicago war Endstation

Die sportlichen Argumente, noch eine weitere Spielzeit bei Chicago Fire zu spielen, hielten sich in Grenzen. Das Team aus Illinois verpasste vorzeitig die Teilnahme an den Playoffs. Der abschließende 5:2-Sieg am Sonntag bei Orlando City war sportlich bedeutungslos. Schweinsteiger spielte ein letztes Mal durch und feierte die Tore.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass wir uns nicht für die Playoffs qualifiziert haben“, hatte er schon letzte Woche gesagt. Seinem Club traue er aber viel zu, sagte Schweinsteiger. Club-Eigentümer Joe Mansueto „will Dinge verändern. Natürlich war nicht alles ideal. Aber ich denke, Joe ist sehr smart und wird die richtigen Entscheidungen treffen.“ Unter anderem wurde bekannt, dass der Club in der kommenden Saison wieder im deutlich größeren Soldier Field spielen wird.

Acht Tore für Manchester United

In seinen 85 Saisonspielen hat der frühere Mittelfeldlenker, der vor seinem Wechsel in die USA zwei Jahre für Manchester United aufgelaufen war, acht Tore erzielt und 15 vorbereitet. Nur 2017 spielte er ein Spiel in den Playoffs. Wie schon während seiner Jahre in München galt Schweinsteiger in Chicago als Publikumsliebling.

Mit seiner Ehefrau, der früheren Tennisspielerin Ana Ivanovic, und seinen inzwischen zwei Kindern scheint sich der einstige Bayern-Profi, dessen Karriere im Verlauf der Heim-WM 2006 enorm Fahrt aufgenommen hatte, in der „Windy City“ sehr wohl zu fühlen. Anfang Oktober postete Schweinsteiger ein Bild mit Sonnenbrille vor der Chicagoer Skyline. „Was ein großartiger erster Morgen im Oktober“, schrieb er dazu.

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