Autor
Christian Kreutzer
Christian Kreutzer, SWR3; Foto: SWR3
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Ein Hund steht zitternd im Fluss – gefangen inmitten großer Eisschollen. Zwei Männer räumen ihm den Weg frei, bringen ihn in eine Tierklinik und stellen fest: Das war gar kein Hund.

Das Tier inmitten des Eises am Sindi Damm habe panisch gewirkt, haben die beiden Bauarbeiter der estnischen Zeitung „Postimees“ gesagt. Der vermeintliche Hund habe ihnen natürlich leid getan und so seien sie ins Wasser gestiegen und hätten ihm einen Pfad durch die Eisschollen gebahnt. Die Geschichte ereignete sich bereits am Donnerstag, wurde aber erst jetzt bekannt.

Zu erschöpft, um sich zu wehren

Geretteter Wolf; Foto: Estonian Union for the Protection of Animals

Komplett geschafft: Kurz nach seiner Rettung gleicht der Wolf erst mal einem Schoßhündchen.

Estonian Union for the Protection of Animals

Nachdem das Tier vom Eis war, hüllten sie es in ein Handtuch und trugen es zu ihrem Auto. Der „Hund“, der „ziemlich schwer“ gewesen sei (Wölfe wiegen bis zu 70 Kilogramm), habe alles mit sich machen lassen. Später lag er im Auto zwischen den Füßen des Beifahrers und rührte sich kaum noch.

In der Tierklinik angekommen, hatten die Veterinäre gleich so einen Verdacht, was die wahre Natur des außergewöhnlich großen Hundes betraf. Kurz darauf hatten sie einen Experten vor Ort, der bestätigte: ein Wolfsrüde, etwa ein Jahr alt. Alle Bilder dazu könnt ihr euch übrigens hier ansehen.

Die Folge: Der „Kleine“ bekam erst mal einen Maulkorb. Wäre das Tier erst einmal wieder bei Kräften, so die Befürchtung, könne es mit seiner Sanftmut schnell vorbei sein:

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Doch was so ein echter Wolf ist, der kommt schnell wieder auf die Beine. Schon nach einem Tag war das Tier wieder fit und wurde, ausgestattet mit dem üblichen Sender, freigelassen:

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