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SWR Aktuell
SWR Aktuell; Foto: SWR3
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Im Mittelrhein vor Rüdesheim hat ein Hotelschiff mehrere Tausend Liter Diesel verloren. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei konnte der Treibstoff nicht mehr eingefangen werden.

Das Hotelschiff mit 100 Passagieren war auf dem Weg nach Nürnberg und hatte in der Nacht an einem Anleger vor dem hessischen Rüdesheim geankert. Warum der Diesel auslief, ist noch unklar. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte, Gefahr für Menschen bestehe nicht, allerdings „eine geringe Gefahr für die Umwelt“.

Ausgelaufener Diesel floss schnell den Rhein hinunter

Der ausgelaufene Treibstoff konnte wegen der hohen Fließgeschwindigkeit des Rheins nicht mehr eingefangen werden und hat sich auf einer Länge von 28 Kilometern zwischen Rüdesheim und der Loreley verteilt. Die Wasserpolizei ermittelt jetzt, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.

Internationaler Rheinalarm ausgelöst

Wegen der Verunreinigung wurde ein internationaler Rheinalarm ausgelöst. Das passiert, wenn Gewässerverschmutzungen mit wassergefährdenden Stoffen auftreten, die in Menge oder Konzentration die Gewässergüte des Rheins oder aber die Trinkwasserversorgung am Rhein nachteilig beeinflussen können. Alle Rheinanliegerstaaten und damit Anwohner bis Rotterdam werden gewarnt.

Auf der gegenüberliegenden Rheinseite des Touristenortes Rüdesheim liegt das rheinland-pfälzische Bingen. Rheinabwärts liegen unter anderem die Städte St. Goar, Boppard und Koblenz.