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Svenja Maria Hirt
Svenja Maria Hirt, SWR3; Foto: SWR3/Alexander Winkler
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Ist sie schwanger oder nicht? Das einzige Panda-Paar Deutschlands könnte bald Nachwuchs bekommen. Dafür reisen sogar Geburtshelfer aus China an.

Riesenpandadame Meng Meng; Foto: picture alliance/Paul Zinken/dpa

Für die sechsjährige Meng Meng wäre es ihr erster Nachwuchs.

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Pandabärin Meng Meng, auf deutsch „Träumchen“, gilt im Zoo als neugierig, unternehmungslustig, aber auch als kleine Diva. Wenn ihr etwas nicht passt, läuft sie rückwärts. Zurzeit habe Meng Meng aber eher schlechte Laune, fresse wenig und sei unruhiger als sonst, berichtete Zoodirektor Andreas Knieriem. Zusammen mit Hormonwerten aus dem Urin und einem Ultraschallbild liege die Vermutung nahe, dass die sechsjährige Bärin trächtig ist – zum ersten Mal in ihrem Leben.

Geburtshelfer reisen aus China an

Eine Geburt sei bereits in der letzten August- oder in der ersten Septemberwoche möglich. Nun würden Vorbereitungen dafür getroffen, erklärte der Zoo. Experten aus China werden anreisen, um die mögliche Geburt zu begleiten – und um die Aufzucht in der ersten Zeit zu unterstützen.

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Beiträge nachhören Paarungswillige Pandas – Gespräch mit Panda-Experte Ragnar Kühne

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Zwillingsgeburt nicht ausgeschlossen

Laut Experten sei sogar eine Zwillingsgeburt möglich. Sollte das der Fall sein, werde der Zoo in Berlin bei der Aufzucht mithelfen. „In freier Wildbahn akzeptieren Pandaweibchen zwei Babys nicht“, sagte Knieriem. Eines werde liegengelassen und würde somit erfrieren, das andere würde aufgezogen. Grund sei, dass Pandas nicht genug Energie und Milch für zwei Babys gleichzeitig hätten.

Als Lösung werde der Berliner Zoo den Nachwuchs abwechselnd an die Mutter geben, damit beide bei Meng Meng aufwachsen könnten. Dem Nachwuchs würde von den Tierpflegern zusätzlich Milch gegeben. Diese Herangehensweise sei in China laut Knieriem üblich. Die Jungtiere würden zwei bis vier Jahre in Berlin bleiben, bevor sie nach China umziehen.

Panda-Paar – eine Leihgabe aus China

Meng Meng und der neunjährige Panda Jiao Qing waren im Sommer 2017 aus China nach Berlin gekommen. Sie sind eine Leihgabe aus China. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte damals, dass die Tiere ein Symbol der deutsch-chinesischen Freundschaft seien.

Riesenpanda-Zwillinge in belgischem Zoo

Erst vor wenigen Tagen wurden in Belgien zwei Riesenpandas geboren. Der Tierpark Pairi Daiza schrieb dazu, dass die beiden „rosa Garnelen“ bei bester Gesundheit seien. Die kleinen, beinahe haarlosen Tiere wiegen bei der Geburt zwischen 80 und 200 Gramm – ausgewachsen bringen die Tiere bis zu 120 Kilogramm auf die Waage. 

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Pandas sind vom Aussterben bedroht

Jedes Baby der bedrohten Pandas gilt als wertvoll für die Nachzucht. Einige Pandas würden in ihrer Heimat ausgewildert, auch wenn sie im Ausland geboren wurden, sagte Experte Thomas Hildebrandt. In freier Wildbahn in China lebten nur noch rund 1.860 Große Pandas.

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Svenja Maria Hirt
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