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Probleme mit Online-Käufen haben 2019 gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Die Beschwerdegründe reichen von defekten Waren und versteckten Gebühren bis hin zu Fake-Shops. Rund um den Black Friday ist die Gefahr am größten.

2400 Beschwerden hat das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland zwischen Anfang Januar und Mitte November 2019 registriert. Das sind bereits jetzt fünf Prozent mehr als im gesamten Jahr 2018.

Defekte Waren und Zusatzgebühren

Gezählt wurden einerseits Deutsche, die Probleme mit einem Händler in der EU hatten. Andererseits aber auch ausländische Kunden, die sich über einen Händler in Deutschland beschwert haben.

Die Gründe für die Beschwerden sind nach Angaben der Verbraucherschützer recht unterschiedlich: Oft bekämen die Kunden keine oder defekte Ware geliefert, manche Shops berechneten ungerechtfertigte Zusatzkosten wie Kreditkartengebühren.

Fake-Shops nehmen zu

Außerdem gebe es auch immer mehr Beschwerden über betrügerische Fake-Shops. Das sind vermeintliche Online-Händler, die meist eine Bezahlung per Vorkasse verlangen und dann entweder keine oder falsche Ware senden. Weil die Shops oft nur für kurze Zeit existieren und ihren Sitz im Ausland haben, ist für die betrogenen Kunden das Geld meist verloren.

Mehr Online-Betrug an Weihnachten und Black Friday

Besonders viele Probleme mit Online-Käufen gibt es – wenig überraschend – zu umsatzstarken Zeiten wie dem Weihnachtsgeschäft oder dem Black Friday. Auch das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz bestätigte dem SWR, dass rund um diese Daten die Betrugsdelikte im Zusammenhang mit dem Internethandel zunähmen.